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Stadt Willich
Das Willicher Friedenskreuz wird offizielles Denkmal

Stadt Willich. Das "Friedenskreuz" - eine fünf Meter hohe Holzskulptur an der Kreuzung Ritter- und Neusser Straße - wird in die Denkmalliste der Stadt Willich eingetragen. Dieser Empfehlung des Planungsausschusses folgte der Rat jetzt einstimmig.

Im vergangenen Jahr hatte eine Initiative aus Schützen, Feuerwehrleuten, Handwerkern und Bürgern, die in diesem Bereich wohnen, das in die Jahre gekommene Kreuz restauriert und auch die umliegende Fläche verschönert. Als Folge hatte der Historiker Dr. Hans Kaiser die Geschichte des Friedenskreuzes untersucht und gemeinsam mit dem Amt für Denkmalpflege im Rheinland bestätigt, dass das Kreuz eine erhebliche Bedeutung für die Willicher Ortsgeschichte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg habe.

Das Kreuz aus Eichenbalken war 1947 im Zuge einer Friedens- und Sühneaktion des Katholischen Männerwerks und der Katholischen Arbeiterjugend für die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs im Bistum Aachen errichtet worden. Auf dem waagrechten Kreuzbalken befinden sich die Inschrift "Männer beten für den Frieden" und die Jahreszahl 1947. Das Material hatte der Landwirt Hans Binger (Nauenhof) geliefert. Das Kreuz hatte der Willicher Handwerker Peter Dohmganz gebaut.

In der Ratssitzung teilte die Technische Beigeordnete Martina Stall mit, dass sich zwischenzeitlich auch die Besitzrechte an dem Grundstück, auf dem das Kreuz steht, geklärt haben: Eigentlich hat es sich um ein privates Grundstück gehandelt - wobei der Eigentümer durchaus bereit gewesen war, den Standort und die Pflege durch die Bürger zu ermöglichen. Als aber jetzt das Grundstück verkauft worden war, habe es sich herausgestellt, dass die Stadt ein Vorkaufsrecht für die Fläche hat. Das will die Stadt ausüben - damit ist der Standort des Kreuzes gesichert.

(djm)
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