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Stadt Willich
Die Neuauflage ist bedeutend größer

Stadt Willich: Die Neuauflage ist bedeutend größer
Nach dem Start vor zwei Jahren hat sich die Zahl der Teilnehmer an "Kunst im Kern" in Willich stark vergrößert. Die Besucher der Aktion am 29. August können sich auf eine vielfältiges Programm freuen. FOTO: WOLFGANG KAISER
Stadt Willich. Zum zweiten Mal gibt es in der Willicher Innenstadt das Kulturprojekt "Kunst im Kern". Citymanagerin Christel Holter konnte auch wieder viele Einzelhändler zum Mitmachen gewinnen. Von Angela Wilms-Adrians

Mit über 70 Aktionen an über 40 Orten spricht der Willicher Kultursamstag unter dem Motto "Kunst im Kern" alle Sinne an. Am Samstag, 29. August, ist jeder eingeladen, sich von 11 bis 22 Uhr in der Willicher Innenstadt von visueller Kunst, Literatur, Musik und kulinarischen Genüssen anregen und begeistern zu lassen.

Vor zwei Jahren hatte das Team der Willicher Wirtschaftsförderung die Idee des Stadtevents gemeinsam mit ansässigen Künstlern und Kunstinteressierten entwickelt und erstmals realisiert. Händler konnten als Verbündete gewonnen werden. Die Neuauflage ist bereits um einiges größer und vielschichtiger. Zudem ist das Ereignis nicht auf den einen Samstag beschränkt, sondern reicht teilweise über zwei Kulturwochen. So ist etwa die Fotoausstellung von Insa Hagemann und Stefan Finger im leerstehenden Ladenlokal Bahnstraße 14 bis zum 6. September zu sehen. "Es ist ein anderer Einstieg als vor zwei Jahren. Da wussten wir selbst noch nicht, was auf uns zukommen würde. Jetzt haben uns viele angesprochen, die mitmachen wollen. Das Ganze ist gewachsen, doch ich bin mir sicher, dass es seinen Charme behalten wird.", erzählt Citymanagerin Christel Holter gestern bei der Programmvorschau. Sie freut sich, dass das Netzwerk zwischen den Beteiligten bereits recht gut funktioniert. Die Wände in leerstehenden Ladenlokalen wurden zum Beispiel gestrichen, um diese bespielen zu können, die Stadtwerke richteten ein Kunstfenster ein, das von Neersener Künstlern aufwändig gestaltet wird.

Die visuelle Kunst wird den größten Part darstellen, auch über den Stadtkern hinaus: Die Künstlergilde Neersen lädt zur Ausstellung in die Temporäre Galerie von Schloss Neersen ein, der Willicher Kunstverein ins Gründerzentrum. Zudem sind Mitglieder beider Kunstvereine darüber hinaus beim Kultursamstag im Einsatz. Der Produktdesigner und Masterstudent Philipp Schütz zeigt im gesamten Innenstadtbereich temporäres Stadtmobiliar, das im Entwurf einfach, funktional und flexibel ist. Bei Mitmach-Aktionen sind die Besucher aufgerufen, selbst etwas zu kreieren. Dafür werden zum Beispiel bei der Continentale Schreibtische leergeräumt und große Papierrollen ausgelegt. Seit einem Jahr engagiert sich Beate Krempe beim Granatapfel-Projekt der Monika Werhahn-Mees-Stiftung aus Neuss in der Flüchtlingsarbeit. Daher lädt sie auf dem Parkplatz vor dem ehemaligen Krankenhaus zur Mitmach-Aktion Flüchtlinge und Willicher Bürger ein, gemeinsam "Spuren zu hinterlassen".

Conny Türk lockt mit dem geheimnisvollen Titel "Höhlenmalereien", die sie noch bis Samstag im ehemaligen Schleckerladen an die Wand malen will - nicht an den frisch gestrichenen Stellen, sondern in den etwas schnodderigen Ecken".

25 Musikacts und 14 Lesungen sorgen zudem für reichlich Abwechslung. Zu empfehlen ist das umfangreiche Programmheft, das an den üblichen Stellen ausliegt.

Quelle: RP
 
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