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Stadt Willich
Gemeinde ist mehr als nur Gottesdienst

Stadt Willich: Gemeinde ist mehr als nur Gottesdienst
Björn Kalmus ist der Jugendleiter der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde. Am 11. Juni startet dort ein neues Angebot für Jugendliche ab 18 Jahren. FOTO: WOLFGANG KAISER
Stadt Willich. 18+ heißt es ab 11. Juni in der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde Willich. Dort läuft eine neue Gruppe an, die gezielt ältere Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen will. Von Bianca Treffer

Björn Kalmus erwartet den 11. Juni mit Spannung. Dieses Datum ist nämlich der Startschuss für ein neues Angebot innerhalb der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde. Es soll erstmalig eine Ü18 Gruppe ins Leben gerufen werden. Unter dem Titel "#18+" sind alle älteren Jugendlichen und junge Erwachsene angesprochen, egal welcher Konfession sie angehören. "Wir laden ab 12 Uhr zu einem Mitbring-Brunch ins Willicher Gemeindezentrum ein. Dort wollen wir gemeinsam überlegen, wie wir ein solches Angebot mit Leben füllen können. Wir schauen, was die Teilnehmer wünschen", sagt der Jugendleiter der Emmaus-Kirchengemeinde.

Die Idee, eine Gruppe für 18+ anzubieten, entstand dabei aus den Reihen der Jugendlichen, die bereits Nutzer von bestehenden Angeboten für ihre Altersstufen sind sowie von den sogenannten Teamern, die als Betreuer in den Kinder-, Teenies- und Jugendgruppen für die verschiedenen Altersgruppen arbeiten. Knapp 40 Teamer sind so im Einsatz. Als Kalmus vor sieben Jahren seine Arbeit aufnahm, waren die heutigen Teamer selber Kinder und nutzen Angebote wie "Wilde Wölfe", "Spot on" oder das Jugendcafé. "Bei einem Treffen mit den älteren Jugendlichen und den jungen Erwachsenen vor einiger Zeit kam die Meinung auf, dass es kein spezielles Angebot für genau diese Altersstufe gibt. Alle werden älter, und es kam der Wunsch auf etwas Entsprechendes ins Leben zu rufen", berichtet Kalmus. Der Jugendleiter nahm den Vorschlag mit sichtlicher Freude auf. Zeigt es doch, dass die bisherige Kinder-, Teenie- und Jugendarbeit gut aufgenommen wird und das Interesse besteht, weiterzumachen, auch wenn man älter ist, vielleicht sogar schon in der Ausbildung steckt oder studiert.

Kalmus kam auf die Idee, das Ganze mit einem Mitbring-Brunch zu starten. Einen solchen Brunch, bei dem jeder etwas mitbringt und sich einfach nur kurz formlos zwecks Koordination des Brunchs anmeldet, hat es schon des Öfteren in der Emmaus-Kirchengemeinde gegeben, um ein neues Projekt auf die Beine stellen. "Beim Brunch kann man sich formlos austauschen. Jeder kann keine Ideen und Wünsche einbringen. Gemeinsam wollen wir überlegen, wie "#18+" aussehen soll", sagt Kalmus.

Er selber hat sich bereits etliche Gedanken dazu gemacht. Seine Vorschläge reichen von gemeinsamen Ausflügen über Kino- und Schwimmbadbesuche bis hin zum kreativen Gestalten. Eine Fahrradtour, ein gemeinsamer Besuch der Schlossfestspiele - alles ist möglich. Nicht zu vergessen ist der eigentliche Austausch untereinander, auch zu spirituellen Glaubensthemen. Fragen wie "Was bedeutet Gott für den einzelnen", "Wie wird Gemeinschaft erlebt" und auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Glauben könnten zu den Themen gehören.

Überlegt werden müsste auch, wie oft man sich trifft, welcher Wochentag als fester Tag genutzt werden soll und welche Uhrzeit angebracht ist. Wichtig ist, dass es ein Angebot sein soll, das jeder nach seinem persönlichen Zeitrahmen nutzen kann. Niemand ist verpflichtet, immer zu den geplanten regelmäßigen Treffen zu kommen. Dank WhatsApp kann Kontakt gehalten werden, wenn es einmal terminlich nicht passt. "Gemeinde ist mehr als nur Gottesdienste oder der Konfirmandenunterricht", betont Kalmus. Und in dieses mehr soll sich "#18+" nahtlos einreihen. Auch wenn es 18+ heißt können auch 17-Jährige dazu stoßen. Eine Altersgrenze nach oben gibt es auch nicht.

Quelle: RP
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