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Stadt Willich
Kegelclub "Rubbedidupp" feiert 60-Jähriges

Stadt Willich. Das Fotobuch mit der großen Zahl 60 auf dem Deckel ist der Anlass für ganz viele Sätze, die mit "Weißt du noch ..?" anfangen. Auf den Seiten ist nämlich ein großes Stück Geschichte des Anrather Männerkegelclubs "Rubbedidupp" festgehalten. Da sind Fotos von jungen Männern zu sehen, die allesamt helle Hemden, Krawatten und "Kreissägen" tragen, wie die runden Strohhüte mit dem Band genannt werden. Fotos von Kegeltouren und Geburtstagen schließen sich an. "Wir hatten schon viel Spaß und haben ihn immer noch", bemerkt Kurt Ripkens und schaut mit einem Lächeln in die Runde seiner Kegelbrüder. Wobei die Runde an diesem Jubiläumskegelabend gewachsen ist, denn einige ehemalige Mitkegler als auch Gründungsmitglied Karl Bermes haben sich anlässlich des 60-jährigen Bestehens zur normalen fünfköpfigen Kegelrunde eingefunden.

"Ich weiß noch, damals sprach mich ein guter Freund an und sagte, wir wollen was unternehmen und ob ich nicht Lust hätte mitzukegeln", erinnert sich Bermes. Er hatte - und gehörte fortan zu den zehn jungen Anrather Männern, die sich alle 14 Tage freitags zum Kegeln trafen, jede Menge Ausflüge machten, mit Busunternehmen auf Kegeltour quer durch Deutschland gingen und in die Nachbargemeinden zu Clubmeisterschaften fuhren. Der Name der Kegler: Rubbedidupp. Wobei das Wort aus der Mundart kommt und so viel heißt wie "Beeil dich mal". Aufs Kegeln bezogen, sollte die Kugel mal eben flott geworfen werden.

Von den 60 Kegeljahren entfallen über 30 auf die Brauerei Schmitz Mönk, wobei allerdings seit zehn Jahren statt vierzehntätig nur noch alle vier Wochen gekegelt wird. "Zeitlich passt es allen so besser", sagt Christof Graß. Anekdötchen hat der Männerkegelclub in all den Jahren reichlich gesammelt. Ob der Koffer, der auf einmal zu viel war und niemanden gehörte, oder der Kegelbruder, der Handelsvertreter war und immer mit einem Koffer voller Krawatten auf Kegeltour ging, aus dem sich jeder bedienen durfte - gelacht wurde viel.

Kegeln ist sogar vererbbar. Zumindest bei Andreas Vanvlodrop. Flöcki, wie er von allen genannt wird, trat das Erbe seines Vaters an, der bei "Rubbedidupp" sogar der Präsident war. Und damit der Männerkegelclub auch weiterbesteht, brachte Flöcki direkt seine Freunde Uwe Schieferbein und Georg Woters mit. Generell könnte der Kegelclub etwas personelle Verstärkung gebrauchen. "Wir würden uns über weitere Kegelbrüder freuen", bemerkt Ripkens, der selbst seit 32 Jahren mitkegelt. Und dass Kegeln bei "Rubbedidupp" viel Spaß macht können auch die ehemaligen Mitglieder, die eigens zum Jubiläum noch einmal dazu gekommen sind, bestätigen. Würden Beruf und Gesundheit es zulassen, dann gehörten sie immer noch zum Team.

(tre)
 
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