| 00.00 Uhr

Stadt Willich
Kinderschutzbund geht in die Schulen

Stadt Willich: Kinderschutzbund geht in die Schulen
Gestern wurden die Verträge unterschrieben (von links): Dagmar Widera und Mario Sagner vom Kinderschutzbund und Lucia Borghs und Lisa Coppus von der Stadt Willich in der Schiefbahner Kinderschutzbund-Zentrale. FOTO: ACHIM HÜSKES
Stadt Willich. Die Stadt Willich und der Kinderschutzbund haben eine Zusammenarbeit im Bereich der Offenen Ganztagsschulen beschlossen. Erste Angebote sind Nachmittagskurse für Selbstbehauptung, Kochen und Malen. Von Willi Schöfer

Große Schritte kann derzeit der Vorsitzende des Willicher Kinderschutzbundes, Mario Sagner, nicht machen. Er hat sich kürzlich beim Fußball und Freizeitsport am linken Kniegelenk den Meniskus und das Kreuzband gerissen. Sagner sprach dennoch gestern von einem "Großen Schritt". Denn erstmals ist dem Kinderschutzbund jetzt vertraglich zugesichert, Angebote in den Offenen Ganztagsschulen im Stadtgebiet zu übernehmen. "Damit rücken wir noch näher an unsere Zielgruppe, nämlich an die Kinder, heran", freut sich der Prokurist der Stadtwerke auf die neuen Aufgaben.

Gestern wurde offiziell die Vertragsunterzeichnung zwischen Brigitte Schwerdtfeger und Lucia Borghs (Vertreter der Stadt Willich) und vom Vorsitzenden und der Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, Sagner und Dagmar Widera, bekannt gegeben. Der Vertragsinhalt wird schon seit einigen Wochen vom Kinderschutzbund praktiziert. Denn seit September leitet in der OGS der Alt-Willicher Kolpingschule für die Eins- bis Viertklässler Thorsten Heck einmal wöchentlich einen Selbstbehauptungskurs, kocht in der OGS Willicher Heide Anke Burckhardt mit den Kindern und wird von Heidrun Ullrich in der Anrather OGS der Albert-Schweitzer-Schule ein wöchentlicher Malkurs angeboten.

Aufgrund der geringeren Freizeit der Schulkinder war es in der Vergangenheit bei einigen Wochenend-Kursen, die der Kinderschutzbund angeboten hatte, schwierig geworden, diese maximal zu belegen. Dies ist jetzt anders, da der Verein mit den vielen Ehrenamtlichen jetzt direkt in den Schulen nachmittags die verschiedenen Angebote machen kann. "Dies könnte auch ein Konzentrationstraining sein oder ein Autogenes Training oder Erste-Hilfe-Kurse", spricht Dagmar Widera weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit an.

Bereits vor etwa zwei Jahren hatten deswegen die ersten Gespräche für diesen ersten Schritt stattgefunden, wonach der Kinderschutzbund jetzt erst einmal seine praktischen Erfahrungen an den Nachmittagsstunden in die Offenen Ganztagsschulen der Stadt Willich einbringen kann. Und OGD-Betriebsleiterin Lucia Borghs, die gestern mit ihrer Kollegin Lisa Coppus und dem Vertrag in der Schiefbahner Zentrale des Schutzbundes erschien, nennt den möglichen zweiten Schritt und das Ziel: "Dass diese Zusammenarbeit zu einem späteren Zeitpunkt so weit ausgebaut wird, dass der Kinderschutzbund mit der Stadt Willich ein gemeinsamer Träger einer oder mehrerer Offenen Ganztagsschulen wird."

"Wir sind zu einer Trägerschaft jederzeit bereit", meint dazu Sagner. Jetzt freut sich der Vorsitzende erst einmal über den Einstieg und nennt folgende Vorteile: "Zum einen sind wir bei den Kindern vor Ort, bekommen die Kurse ausgelastet und können die entsprechenden Räumlichkeiten nutzen, zum anderen stehlen wir den Kindern dadurch nicht die übrig gebliebene Freizeit."

Der Kinderschutzbund will zukünftig eng mit den Lehrkräften und den sozialpädagogischen Fachkräften zusammen arbeiten und hofft, dass er auch von dort weitere Anregungen bekommt. Der Vertrag ist erst einmal unbefristet. Jede OGS kann ab sofort bei der zukünftigen Planung der nachmittäglichen Angebote die Hilfen des Willicher Kinderschutzbundes in Anspruch nehmen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadt Willich: Kinderschutzbund geht in die Schulen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.