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Stadt Willich
Platzmajor Theo Heyes geht in den Ruhestand

Er hat ein Vierteljahrhundert lang dafür gesorgt, dass sich den Zuschauern und dem ASV-König bei den Paraden ein ordentliches Bild auf dem Marktplatz und in den Straßen bot: Am Sonntagvormittag verabschiedete ASV-Präsident Willi Stennes Platzmajor Theo Heyes aus dem aktiven Stabsdienst in den passiven Dienst.

Theo Heyes war aber nicht nur 25 Jahre Platzmajor, sondern insgesamt 47 Jahre im ASV: 1969 gründete er mit anderen Schützen, darunter dem verstorbenen Hennes Heyer als Zugführer, den Zug "Stolz vorbei". Als die Gruppe aus verschiedenen Gründen immer kleiner wurde, wechselten die fünf noch verbliebenen 1985 - ein Jahr vor dem 100-jährigen Bestehen - des ASV in den Stab. Mit Willi Paschertz, Günter Baumeister und Hermann-Josef Schmitz gehörte er zur Gruppe der Jägerhauptleute - bis 1988 der "Schützen-Karriere-Sprung" kam: Baumeister wurde ASV-Präsident, Paschertz General und Heyes eben Platzmajor.

Als solcher war er zuständig für den gesamten Festablauf - von der alljährlichen Aufstellung des Antrete- und Marschplans über die Kontrolle der Regiments-Aufstellung auf dem Kaiserplatz bis zur Leitung der Paraden. Die Verantwortung hat es in sich: "Heikel ist die Entscheidung bei schwierigem Wetter: Dann entscheide ich mit dem Präsidenten und dem Protokollchef, ob die Parade stattfindet. Schön ist, dass die Entscheidung immer vom Regiment mitgetragen wird", schildert Heyes.

Das Schützenfest und die Paraden bestehen aus vielen kleinen und größeren Entscheidungen - von falsch parkenden Autos bis zum Freihalten der Rettungswege. Froh ist er über eine Entscheidung, die auch städtebaulich bedingt war: Als der Torbogen zum Parkplatz Domgarten entstand, wurde der Zugweg des Regiments geändert. Die Schützen mussten sich nicht mehr durch die enge Gasse an der Kirche zwängen und dann wieder aufstellen, sondern "alle können ordentlich auf den Markt aufmarschieren" - überhaupt lebt das Schützenfest von Ordnung, meint er: "Wichtig ist es immer, den Zeitplan einzuhalten. Schön ist es auch, wenn die Schützen die Kommandos gut umsetzen. Das ASV-Regiment ist im Großen und Ganzen sehr diszipliniert." Im letzten Jahr hätten zum Beispiel alle Schützen die durch den Umbau des Kaiserplatzes bedingten Änderungen sehr gut gemeistert - und "der König ist bei der Aufstellung über die Baustelle bis zum letzten Schützen gegangen", lobt er noch nachträglich. Die Kommunikation mit den Schützen über die Zugführer gehört für ihn zu den wichtigsten Aufgaben als Platzmajor, und "wenn ein ernstes Kommando kommt, muss ein Lachen folgen!"

Seine schönste Aufgabe: "Zum ersten Mal den neuen König vor dem Regiment melden und ihn auf dem Kaiserplatz am Regiment vorbeiführen."

Außer Heyes verabschiedete Stennes am Montagabend noch zwei weitere langjährige Stabsmitglieder: den Kommandierenden Wolfgang Bernecker und Jägermajor Kurt Schumacher.

(djm)
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