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Wülfrath
"Lutzemanns Jatzkapelle" spielt auf

Wülfrath: "Lutzemanns Jatzkapelle" spielt auf
Lutzemanns Jatzkapelle spielte in der ausverkauften Kathedrale im Kommunikations-Center Schlupkothen. FOTO: D. Janicki
Wülfrath. Lutz Eikelmann und seine Band spielen in Schlupkothen Klassiker aus der Frühzeit des Jazz. 130 Gäste besuchen das Konzert. Von Thomas Peter

"Gerade ist eine SMS von der NSA gekommen: sie wünschen sich 'I'm with you where you are'" scherzt Lutz Eikelmann. Das kann er gut. Kein Lied ohne humoristische Ein- oder Überleitung. Mehr als 130 Gästen, die zum Konzert von "Lutzemanns Jatzkapelle" nach Schlupkothen gekommen sind, gefällt das. Der Saal war damit ausverkauft. "So voll haben wir's immer gerne. Wir kennen es auch anders, aber dann ist es nicht so schön" kommentiert Veranstalter Bernd Kicinski.

Gute zwei Stunden spielten Eikelmann und seine Mitstreiter pausenlos Klassiker aus der Frühzeit des Jazz. Das bedeutet: kein schwer zugänglicher Freestyle, sondern eine bunte Mischung aus flotten Dixieland- und Swing-Evergreens und Blues. Einige Lieder waren bekannter ("You are my Sunshine") andere weniger ("Shine on, Harvest Moon"), und bei "John Brown's Body" wurde sogar vereinzelt mitgesungen. Wer trotzdem aufmerksam zuhörte, dem fiel auf, dass Kornettist und Sänger Jörg Kuhfuss statt "...his soul goes marching on" fälschlicherweise "the Saints go marching on" sang. Das war doch ein ganz anderes Lied? "Er singt das immer so", lacht Eikelmann. "Ich glaube, er ist sich dessen gar nicht bewusst". Dafür spielt er umso besser Trompete, wie auch die anderen Bandmitglieder ihre Klarinetten, Banjos und Sousaphone - alles Berufsmusiker.

Unter Verweis auf das gute Wetter an diesem Sonntag verabschiedete sich Lutzemanns Jatzkapelle mit "Wochenend' und Sonnenschein" in die Pause. Sofort stürzten 100 hungrige Mäuler in den Nebenraum, wo hausgemachter Kartoffelsalat und Bockwürste zu haben waren. Beides war im Handumdrehen alle. "Dabei sagte ich doch extra, dass ich für die dicken Sauerländer keine Werbung mache, weil wir nicht mehr so viele haben" scherzt Bernd Kicinski.

Bei Wein und Bier wurde noch ein wenig über das bisher gesehene diskutiert. "Super toll, ich kenne Lutz schon aus dem 'Pöötzke' in Düsseldorf", urteilt Sigrid Zorn, die mit Mann und Freunden da ist. "Ich finde es total klasse, dass Bernd Kicinski Kultur nach Wülfrath bringt". Doch der wiegelt ab. "Das bin nicht ich, sondern das ganze Kulturteam, das ausschließlich aus engagierten Freiwilligen besteht."

Nach der Pause geht es munter weiter, mit "Icecream", Charleston und langsamem Blues. Immer wieder Soli und Szenenapplaus. Fazit: Alle Beteiligten hatten einen guten Tag.

Quelle: RP
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