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Wülfrath
Reh und Falke stellen sich Schülern vor

Wülfrath: Reh und Falke stellen sich Schülern vor
Bussard und Falke stellte Frithjof Schnurbusch den Schülern vor. FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Wülfrath. Der Hegering Wülfrath lud Kinder zu Lernort Natur in den Wald ein. Von Oliver Wiegand

So ganz geheuer ist Iwan den Kindern der Grundschule Ellenbeek nicht. Mit seinen 1,50 Meter Flügelspannweite und den großen orangefarbenen Augen sieht der Uhu eindrucksvoll aus. "Wenn er auf die Jagd nach Mäusen geht, hört man kaum einen Flügelschlag", sagt Frithjof Schnurbusch. Der Sozialpädagoge und Falkner hatte Iwan gestern mitgebracht zu "Lernort-Natur" in den Düsseler Wald.

Die Aktion wird seit mehr als zwölf Jahren vom Hegering Wülfrath und der Kreisjägerschaft im Kreis Mettmann organisiert. Eingeladen sind alle Kinder der Wülfrather Grundschulen sowie die Vorschulkinder der Kindergärten. "Wir freuen uns über fast 270 Teilnehmer an drei Tagen", sagt Reinhart Weniger, Hegeringsleiter. Im Düsseler Wald sind verschiedene Stationen aufgebaut. Dreh- und Angelpunkt ist natürlich Frithjof Schnurbusch mit seinen Greifvögeln. Neben Uhu "Iwan" hat er noch einen Bussard und einen Falken mitgebracht. Schnurbusch lässt die Vögel fliegen und erklärt, was welcher Vogel besonders gut kann. Der Uhu ist leise, der Falke ist schnell und der Bussard ist sehr wendig. So kann sich jeder perfekt an seine Umgebung anpassen. Rund um Wülfrath leben übrigens bis zu 16 Uhu-Pärchen in freier Wildbahn, erzählte Schnurrbusch den Schülern. In freier Wildbahn haben die meisten Kinder auch noch die Tiere gesehen, die an der nächsten Station ausgestopft in einem Anhänger auf die Besucher warten. Die Grundschüler erfahren: Rund um Wülfrath leben auch Füchse, Dachse und Marder. Am Anhänger erklärt Uwe Lindner den Kindern mit viel Geduld, welche Tiere hier heimisch sind und wie sie genau aussehen. Nur eines der vielen ausgestopften Tiere lebt nicht in unseren Breitengraden. Die Kinder brauchen ein bisschen, bis sie auf die richtige Lösung, die Wildkatze, tippen. Zur Sammlung gehören aber auch Geweihe und Hörner, Felle und Baumrinden. Die Kinder lernten aber auch, dass man sogar einen Igel streicheln kann, wenn man es richtig macht.

Der Rehbock ist ausgestopft, der Hund natürlich nicht - Sven Lowis vom Hegering erklärte Kindern, welche Tiere im Wald leben. FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)

Die Jäger des Hegerings nehmen ihre Aufgabe sehr ernst und wissen: Wer die Natur und ihre Zusammenhänge als Grundlage allen Lebens versteht, wird sie achten und sich um ihren Schutz bemühen. Die Initiative Lernort Natur wurde vor mehr als 20 Jahren vom Deutschen Jagdverband ins Leben gerufen und wird von der Wülfrather Jägerschaft unterstützt.

In den vergangenen zwölf Jahren war Reinhart Weniger jedes Jahr mit von der Partie. "Im nächsten Jahr gebe ich den Vorsitz ab, weil in unserer Satzung zwölf Jahre als längste Amtszeit vorgesehen sind", sagt Weniger. Er ist aber zuversichtlich, dass die übrigen Jäger des Hegerings die Lernort-Natur-Veranstaltung fortführen werden.

Quelle: RP
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