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Wülfrath
St. Martin reitet im Licht bunter Laternen

Wülfrath: St. Martin reitet im Licht bunter Laternen
Bunte Laternen und mehr als 2000 Besucher dürften am Donnerstag wieder St. Martin hoch zu Ross durch die Wülfrather Innenstadt begleiten. FOTO: M. KEHREN
Wülfrath. Die Bemühungen des Rathauses, die Martinszüge zu bündeln, zeigen Wirkung: Von ehemals bis zu elf Laternenzügensind fünf geblieben. Hinzugekommen ist ein gemeinsames Martinsfest der Grundschule Ellenbeek mit Kitas. Von Günter Tewes

Es ist die faszinierende Geschichte um den Mann, der mit dem Schwert den Umhang teilt, um einem Bettler zu helfen - fünf mal zieht St. Martin in diesen Tagen durch die Stadt, sein Weg erleuchtet von hunderten bunter Laternen der Kinder: in Düssel, an der Kastanienallee, vom Pausenhof der Parkschule aus, am Düsseler Tor und in Rohdenhaus. Zudem feiert die Grundschule Ellenbeek gemeinsam mit Kitas ein Martinsfest. Nachdem die Stadt anfangs nur drei Martinszüge genehmigen wollte, sind es nun etwas mehr geworden. Es sind aber noch immer deutlich weniger als die bis zu elf Wülfrather Martinszüge der Vergangenheit.

"Wir sind froh, dass wir das erreicht haben", sagte Sebastian Schorn. Nach den Worten des Ordnungsamtsleiters ist dem Rathaus-Vorschlag, Schulen und Kitas mögen sich den großen Martinszügen anschließen, gefolgt worden. "Es ging hauptsächlich darum, den Verkehr zu entlasten und die Sicherheit im Auge zu behalten", begründete Schorn den Schritt, St. Martin nicht mehr so häufig durch Wülfrath reiten zu lassen. Zugleich lässt sich dadurch Personaleinsatz bei den Ordnungskräften sparen.

Die Stadt will an dem Konzept, die Martinszüge zu bündeln, auch im nächsten Jahr festhalten. Schorn kündigte an, dann frühzeitig auf die Veranstalter zuzugehen, um dies zu besprechen.

"Ich geh' mit meiner Laterne / Und meine Laterne mit mir" - unter diesem fröhlichen Motto stand zum Auftakt am Montag der Martinszug der Katholischen Kirchengemeinde St. Maximin für Düssel auf dem Programm. Es sei reibungslos gelaufen, zog Schorn ein erstes Fazit. Heute, Mittwoch, 17 Uhr, folgt der Martinszug der Kita Wülfrath an der Kastanienallee. Besonderheit ist, dass dieser nicht die Straße quert, sondern über den Bürgersteig führt.

Erleichterung herrscht bei der Fördergemeinschaft St. Georg, die morgen, Donnerstag, auch den 40. zentralen Martinszug durch Wülfrath organisiert. "Endlich kann er wieder seinen gewohnten Weg durch die Innenstadt nehmen" - nach all den Veränderungen durch Baustellen in den letzten Jahren, freut sich Jürgen Ahrweiler von der Fördergemeinschaft. Treffpunkt ist 17.15 Uhr auf dem Pausenhof der Parkschule. Weit über 2000 Teilnehmer werden erwartet, die sich um 17.30 Uhr mit St. Martin (Martin Volmer) und seinem Pferd auf den Weg machen. 1100 Weckmänner werden bei dem großen Traditionszug erneut an die Kinder verteilt.

Eine Premiere ist dagegen das Martinsfest der Grundschule Ellenbeek mit den Kindergärten Familienzentrum Ellenbeek, Villa Kunterbunt und Die kleinen Racker, das am kommenden Freitag gefeiert wird. Ordnungsamtsleiter Schorn begrüßt es ausdrücklich, dass sich die Einrichtungen zusammengeschlossen haben und in dem Wohngebiet eine gemeinsame Veranstaltung ermöglichen.

Der Martinszug in Rohdenhaus am Samstag nächster Woche, 18. November, bildet wieder das Schlusslicht. Der Traditionsumzug, der seit mehr als 50 Jahren vom Bürgerverein organisiert wird, trifft auf reichlich Resonanz und verzeichnete im vergangenen Jahr mehr als 600 Teilnehmer. Bereits um 16 Uhr treffen sich Menschen auf dem Dorfplatz am Bürgerzentrum, um sich bei heißem Kakao und Glühwein sowie Waffeln und Würstchen einzustimmen. Um 17.30 Uhr setzt sich der Zug, angeführt von St. Martin hoch zu Ross und begleitet von der Rohdenhauser Blaskapelle, in Bewegung. Im Anschluss gibt es süße Tüten im Bürgerzentrum. Marken dafür sind erhältlich bei Nah & Gut, Nack-Weber, im Kindergarten Rohdenhaus und beim Bürgerverein.

Quelle: RP
 
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