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Wülfrath
Verkauft: Auto Thiel ist Geschichte

Wülfrath: Verkauft: Auto Thiel ist Geschichte
Im Jahr 2013 war das Autohaus Thiel noch präsent an der Wilhelmstraße. Nun mit der Insolvenz verlässt eine Institution die Wülfrather Automeile. FOTO: mna
Wülfrath. Die Automeile Wilhelmstraße verliert eine Institution. Sie geht an Ford Jungmann. Die meisten Mitarbeiter wechseln dorthin. Von Valeska von Dolega

Wie viele Steine ihm vom Herzen gefallen sind, kann Christoph Thiel nicht sagen. "Ich bin so erleichtert, es war eine ganz wichtige Geschichte", versucht er in Worte zu fassen, was ihm die Abwendung der drohenden Insolvenz seines Betriebes bedeutet.

Denn: "Mit Wirkung zum 2. Mai konnten mit dem Werkstatt- und Servicebetrieb der zentrale Teil des Unternehmens Ford Thiel gerettet werden." Das teilte die Kanzlei des Insolvenzverwalters mit. Das Juristendeutsch bedeutet im Klartext: "Es ist gelungen, eine Lösung zu finden", wie Jens Schmidt sagt.

Als Fachanwalt für Insolvenzrecht war er mit der Aufgabe betraut, einen neuen Inhaber für den Geschäftsbetrieb zu suchen. Und der ist mit Ford Jungmann gefunden. "Beide Unternehmen waren bereits Nachbarn", die Firma Jungmann auf das Neuwagengeschäft spezialisiert und "mit Interesse, den Servicepunkt zu stärken", sagt Schmidt.

Damit konnte nicht nur der zentrale Teil des vormaligen Thiel-Betriebs übertragen werden. Gerettet wurde auch das Herzstück, "im Werkstattbetrieb bleiben die Arbeitsplätze erhalten", erläutert Schmidt. "Und das war für mich das Allerwichtigste", sagt Christoph Thiel. Die Enttäuschung darüber, dass er für seinen Betrieb an der Wilhelmstraße Insolvenz anmelden musste, saß tief. "Das war der schlimmste Tag in meinem Leben", erinnert er sich an den Gang zum Wuppertaler Amtsgericht. Dort wurde das Verfahren eröffnet.

Nun ist also hat Jungmann gekauft und übernimmt die Geschicke. Mit diesem glücklichen Ende ist das Thema "Ford Thiel" aber noch nicht ganz abgewickelt. Die firmeneigene Gebrauchtwagenhalle steht noch zur Disposition. "Es wird schwer, dieses Geschäft zu retten", sagt Jens Schmidt. Die Entscheidung soll noch in diesem Monat fallen. Den verbliebenen drei Mitarbeitern musste gekündigt werden."Ich bin auf der Suche nach einer Lösung."

Wobei die Chancen offensichtlich nicht rosig sind. Schon für den Werkstatt- und Servicebetrieb war die Auswahl überschaubar. An einem Ford-Standort kann dann nicht jeder x-beliebige Unternehmer einspringen, es muss schon ein Profi aus dem entsprechenden Unternehmensbereich sein, "das begrenzt den Interessentenkreis".

Quelle: RP
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