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Sonsbeck
Das Kinderhaus "Taktvoll" hilft im Notfall

Sonsbeck. Der Verein "Besondere Kinder" bietet unterschiedliche Kurse und ein komplettes Ferienprogramm Von Rita Hansen

Am Sonntag, 28. August, wird das Kinderhaus "Taktvoll" des Vereins "Besondere Kinder" offiziell eingeweiht. Mit einem bunten Programm werden die Möglichkeiten präsentiert, die Haus und Betreuer bieten. Im Alltag werden an der Danziger Straße 1 längst Kinder "in besonderen Lebenssituationen" aufgenommen.

"Wir unterstützen Eltern, die sich in Ausnahmesituationen befinden und die eine kurzfristige Auszeit erfordern", erklärt Geschäftsführerin Romana Schwickert. Auch vorbeugend biete eine kurze Trennung von Eltern und Kind eine wichtige Pause und Eltern die Chance, Überlastungszustände zu vermeiden und Kraft zu tanken", so die Geschäftsführerin. Eine Betreuung für Kinder mit Behinderung oder Pflegeanspruch sei schwer auf die Schnelle zu bekommen, wenn man beispielsweise von jetzt auf gleich ins Krankenhaus eingeliefert werde und keine Familie im Rücken habe. Für solche Fälle bietet das Team um Romana Schwickert einen 24-Stunden-Notfalldienst.

Zudem gibt es Kurse und Ferienprojekte. Die sollen ebenso zur Entlastung der Familien dienen und den Kindern Spaß machen und ihre Entwicklung fördern. "Bisher ist der Andrang auf die neuen Kurse noch nicht so groß wie beim Zirkusprojekt oder unserem Sommerferienprogramm", berichtet die Sonsbeckerin.

Bei den ausgeschriebenen Kursen "Wasserratten", "Da steppt der Bär", "Therapeutisches Reiten" oder "Zumba Kids" kämen externe Therapeuten, die die Einzelbetreuer des Kinderhauses unterstützen. "Das macht die Kurse natürlich teurer als unsere eigenen Angebote", so Schwickert.

Das Sommerferienprogramm wird vom Vereinsteam individuell auf die angemeldeten Kinder zugeschnitten. Erst wenn man wisse, ob schwerstbehinderte Kinder oder Rollstuhlfahrer dabei sind, werden aus dem im Vorfeld erarbeiteten Ideenpool die Unternehmungen ausgesucht, die allen Spaß und Spannung versprechen. "Das kann dann ebenso gut eine Woche am Meer sein wie Aktivitäten, die täglich vor Ort gestartet werden."

Das individuelle Konzept mit engem Betreuerspiegel scheint aufzugehen. Im vergangenen Sommer wurden rund 400 Kinder betreut. In den Herbstferien waren es 84 Jungen und Mädchen mit und ohne Behinderung. Für Tanz-, Reit- und Wasserkurse sind noch Plätze frei. "Es geht nicht darum, dass die Kinder am Ende perfekt tanzen können, sondern dass sie Spaß am Rhythmus, der Musik und der Bewegung haben", sagt Romana Schwickert.

Quelle: RP
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