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Xanten
Das neue Gesicht der Grafschafter Diakonie

Xanten. Jürgen Voß übernimmt die Sozialen Dienste, Behindertenhilfe und Gemeindediakonie. Von Stefan Gilsbach

"Heute ist mein letzter Tag hier", sagt Jürgen Voß. Doch viel Zeit für eine Abschiedsfeier hat er im Moment nicht. "Es gibt noch einiges zu erledigen." Regelmäßig schellt das Telefon im Büroraum der Grafschafter Diakonie in Rheinhausen. Ein paar Stunden war Voß da noch Leiter der beiden Dienststellen im Duisburger Westen. Jetzt hat er als Prokurist die Bereichsleitung des Geschäftsbereichs Soziale Dienste, Gemeindediakonie und Behindertenhilfe in Moers. Er wird damit Nachfolger von Rainer Tyrakowski-Freese, der die Diakonie vor Ort lange geprägt hat und nun in den Ruhestand geht.

Die diakonischen Dienste wurden im vergangenen Jahr zusammengeführt unter dem neuen Titel Grafschafter Diakonie gGmbH/Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers. Rund 800 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, hinzukommen rund 500 ehrenamtliche Helfer, ohne die viele Angebote nicht umgesetzt werden können, wie Voß einräumt.

Voß ehemaliges Büro lag im Kern von Rheinhausen, der Blick geht auf den Markt. "Mein neues Büro ist etwas kleiner", sagt er und lacht. Vermissen werde er aber vor allem die Mitarbeiter in Rheinhausen und Homberg. Für sie ist er des Lobes voll: "Das sind alles sehr qualifizierte Leute." Über Moers und die dortigen Schwerpunkte der Sozialarbeit ist er allerdings auch gut orientiert. Bevor er vor fünf Jahren die Stelle im Duisburger Westen antrat, war er beim IMBSE in Moers tätig, stieg dort bis zum stellvertretenden Geschäftsführer auf.

Der 57-Jährige stammt aus einer Gelsenkirchener Familie, wurde aber in Recklinghausen geboren. "Im Zivildienst habe ich Interesse für den sozialen Bereich entwickelt", sagt er. In Münster studierte er mit dem Abschluss Diplom-Pädagoge. Voß ist verheiratet und hat zwei Kinder, er lebt in Duisburg.

Auf einer Stele vor dem Rheinhausener Büro stehen einige der Aufgaben, die Voß und seine Mitarbeiter erfüllen: Sozialberatung, Schuldnerberatung, Familien- und Jugendhilfe. "Die Schuldnerberatung nimmt in den vergangenen Jahren einen großen Raum ein.".

Außerdem ist die Diakonie zum Beispiel mit der Flüchtlingsbetreuung beauftragt worden. Der Prozess der Integration hat gerade erst begonnen. "Über dieses Thema dürfen wir aber auch nicht die Armut vieler einheimischer Menschen vergessen", sagt der neue Dienststellenleiter. Sonst, entwickle sich ein Unmut, der in Stimmen für rechte Parteien resultieren könnte.

Quelle: RP
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