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Xanten
Das Publikum soll was zu lachen kriegen

Xanten: Das Publikum soll was zu lachen kriegen
Hubert Alkämper, Karl-Heinz Ladwig und Marlies Meier (v.l.) proben gewissenhaft, damit die Zuschauer lachen können. FOTO: Ostermann, Olaf (oo)
Xanten. Die Laienspielgruppe der KAB Menzelen probt für die Komödie "Alles, was das Herz begehrt". Premiere ist am 4. März. Von Erwin Kohl

"Die Menzelener haben Humor, deshalb müssen wir immer etwas zum Lachen haben, das ist das Wichtigste", erzählt Marlies Meier von der Laienspielgruppe der KAB in Menzelen-Ost. Aber nicht nur deswegen bot sich die Familienkomödie "Alles, was das Herz begehrt" von Beate Irmisch für die diesjährige Spielzeit an. Zum einen müssen die Rollen zum Ensemble passen, zum anderen setzen die räumlichen Gegebenheiten im Pfarrheim enge Grenzen. "Wir haben eine sehr kleine Bühne, da sind wechselnde Bühnenbilder nicht zu realisieren", sagt Marlies Meier, die gemeinsam mit Thomas Alkämper Regie führt. Das Mobiliar auf der Bühne dürfte übrigens so manchem Menzelener bekannt vorkommen, denn es stammt aus der Gaststätte Adlersaal. "Uli Evers hat gesagt, sucht euch was Passendes aus und nehmt es mit" freut sich Marlies Meier besonders über den schweren Stammtisch. Das passende Bühnenbild drum herum wurde von Johannes Kohl und Michael Giesen gestaltet.

Freuen dürfen sich die erwarteten 600 Besucher der sechs Aufführungen besonders deshalb, weil das Stück sehr vertraut wirkt. "Ich glaube, dass sich jeder im Publikum irgendwie wiedererkennt", mutmaßt die Regisseurin und "Hausfrau Maria". Als solche wird sie allerdings nicht lange auf der Bühne stehen, denn nachdem sie ihren Mann jahrelang nach Strich und Faden verhätschelt hat, muss sie feststellen, dass der liebe Gatte seinen Job alles andere als zufriedenstellend ausübt. Der Schreinerbetrieb steht kurz vor der Pleite, sie wirft ihm mangelnde Kompetenz vor und er kontert, dass er das bisschen Haushalt mit links erledigen würde. Also werden die Rollen kurzerhand getauscht und die Komödie nimmt Fahrt auf.

Die KAB-Schauspieler sind längst alte Hasen. "Schreiner" Karl-Heinz Ladwig etwa steht bereits seit 53 Jahren auf den Brettern des Pfarrheims. Dementsprechend wenig müssen Regisseure und Souffleuse Claudia Thelen drei Wochen vor der Premiere am 4. März einschreiten. Selbst die Bühnengarderobe wählen die Schauspieler selber aus. "Ich achte nur darauf, dass es nicht sieben rote Oberteile sind", schmunzelt Marlies Meier. Bis sich der erste Vorhang öffnet, gibt es aber noch ein kleines Problem: Für den richtigen Biss fehlen den Schauspielern die Zähne. Marlies Meier: "Wir brauchen für die Aufführungen dringend zwei Gebisse. Wenn uns jemand ein ungenutztes Gebiss zur Verfügung stellen kann, darf er sich gerne bei mir melden. Telefon 02802 4046."

Einkaufen möchten die Darsteller der KAB möglichst wenig, denn die Einnahmen kommen größtenteils einem Projekt in der brasilianischen Stadt Palmeira zugute, das sich um Straßenkinder kümmert. Da dürfen die Dritten dann auch gerne mal gebraucht sein.

Die Aufführungen: Freitag, 4. März, 20 Uhr; Samstag, 5. März, 20 Uhr; Sonntag, 6. März, 17 Uhr; Freitag, 11. März, 20 Uhr; Samstag, 12. März, 20 Uhr; Sonntag 13. März, 17 Uhr. Karten zum Preis von sieben Euro im Vorverkauf sind bei der Volksbank Niederrhein und der Sparkasse am Niederrhein erhältlich, Abendkasse neun Euro, Kinder zwei Euro ermäßigt.

Quelle: RP
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