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Xanten
Den Einzelhandel im Stadtkern stärken

Xanten: Den Einzelhandel im Stadtkern stärken
Das Gewerbegebiet an der Sonsbecker Straße: Die Stadt will in Zukunft bei Neuansiedlungen die Sortimente steuern - zum Schutz der Innenstadt. FOTO: Ostermann, Olaf (oo)
Xanten. Ein Dortmunder Büro hat in einem Gutachten die Grundlage zur Steuerung des Sortiments im Gewerbegebiet an der Sonsbecker Straße in Xanten geliefert. Dies dient vor allem dem Schutz des Einzelhandels in der Innenstadt. Von Heinz Kühnen

Die Stadt hat das Einzelhandelsgutachten von 2011 auf den neuesten Stand bringen lassen. Dies ist die Grundlage für einen neuen Bebauungsplan, der im Wesentlichen das Gewerbegebiet Sonsbecker Straße betrifft. Hier sollen Sortimente festgesetzt und Verkaufsflächengrößen limitiert werden. Dies diene vor allem dem - ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen - Schutz des Innenstadt-Einzelhandels, erklärt der Technische Beigeordnete Niklas Franke.

Es gehe nicht um eine Einschränkung der Konkurrenz, sagt Martin Stork. Er ist einer von drei Stadtplanern im Rathaus und zuständig für das "informelle städtebauliche Konzept", das - wie bereits die Erstausgabe - vom Büro Stadt und Land erarbeitet worden ist. Die Dortmunder haben den Einzelhandel in der gesamten Stadt untersucht und umfangreiches Datenmaterial zusammengetragen. Ergebnis: Der Einzelhandel in der Innenstadt ist sehr stabil und dank der vielen von Inhabern geführten Fachgeschäfte mitsamt der nicht unerheblichen Zahl gastronomischer Betriebe - auch und gerade für die zahlreichen Touristen hochattraktiv.

Hochattraktiv - auch für Touristen: Der Einzelhandel in der Innenstadt ist laut Gutachten "stabil". FOTO: Olaf Ostermann

Beliebt ist auch die Kleinteiligkeit, die auf der anderen Seite allerdings für Einzelhändler auch ein Nachteil sein kann. Wer mehr Verkaufsfläche will, der muss vor die Tore der Stadt ziehen - ins Gewerbegebiet Sonsbecker Straße, das, so haben die Dortmunder auch festgestellt, durch den Umbau der Straße an Attraktivität gewonnen hat. Da, so Stork, gelte es aus städteplanerischer Sicht aufzupassen, dass Neuansiedlungen nicht das innerstädtische Sortiment gefährden. So sieht es im Übrigen auch die Landesgesetzgebung für "innenstadtprägende Sortimente" wie zum Beispiel Bekleidung, Spielwaren, und den Buchhandel vor.

Mit dem alten Bebauungsplan, der noch aus den 60er Jahren stammt, sei das aber nur bedingt möglich, sagt Stork. Darauf hätten auch die Bezirksregierung und der Regionaverband Ruhr (RVR) hingewiesen. Deren Vertreter saßen Anfang der Woche wieder mit denen des Einzelhandels und des Stadtrates an einem Tisch - in der begleitenden Lenkungsgruppe. Ihr Ziel: "Keine Verdrängung!", so Stork weiter. "Wir wollen gemeinsam Planungssicherheit schaffen, um die Sortimente steuern zu können."

Quelle: RP
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