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Sonsbeck
Gemeindefest mit einer bunten Mischung

Sonsbeck. Ungewöhnliches Klangkonzert und jede Menge Unterhaltung bei der evangelischen Kirchengemeinde Sonsbeck. Von Rita Hansen

Die Organisatoren des Gemeindefestes der evangelischen Kirchengemeinde Sonsbeck hatten das Motto "Die Mischung macht's!" ausgegeben - und damit beileibe nicht zu viel versprochen. Der kulinarische Mix machte es nicht nur beim großen Kuchenbuffet. Cocktailbar, Reibekuchen und Gegrilltes sorgten ebenso dafür, dass niemand zum Essen nach Hause gehen musste. Der Posaunenchor spielte eingangs und lud zum Mitsingen ein. Im Anschluss konnte jeder Besucher im Workshop sein Talent an den Blasinstrumenten ausprobieren. Es war ein ungewöhnliches Klangkonzert, das auf diese Weise in der evangelischen Kirche entstand. Im Gemeindegarten testete Maximilian derweil sein Schätztalent. Es galt eine Scheibe vom Baumstamm abzusägen und anschließend deren Gewicht zu schätzen. Zu gewinnen gab es Mitgliedschaften bei der ornithologische Arbeitsgemeinschaft Sonsbeck sowie Nisthilfen und einen Einkaufsgutschein. Maximilian lag mit seiner Scheibe nur knapp neben der Vorgabe von fünf Zentimetern Dicke. Seine Gewichtsschätzung war mit nur einem Gramm Unterschied zum echten Gewicht fast eine Punktlandung.

Karussellfahrten, in gemütlicher Runde zusammensitzen, gemeinsam singen, Streichholzschachteln in kleine Kunstwerke verwandeln, am Marktstand stöbern oder farbenfrohe Figuren basteln: Beim Programm war an die großen wie an die kleinen Gäste gedacht worden. Der Erlös des Gemeindefestes soll jeweils zu 50 Prozent der Alpener Hospizarbeit und der Sprachförderung der Asylsuchenden in Sonsbeck zukommen.

Denn: "In unserer Gemeinde bringen sich ganz unterschiedliche Gruppen und Menschen ein", erzählte Presbyter Helmut Schwerdtfeger. "Wir wollen offen sein für jede Art der Frömmigkeit." Diese Offenheit sei bereits geschichtlich begründet. Sonsbeck sei immer schon Flüchtlings-Gemeinde gewesen, "man musste sich immer zusammenfinden, um Gemeinde zu sein."

Gute Wünsche kamen von Pfarrerin Dr. Maria Pfirrmann. Sie leidet nach einem Magen-Darm-Infekt an einer Autoimmunerkrankung. Mit acht bis zehn Wochen Genesungszeit rechne man noch, erklärte Schwerdtfeger. Durch Vertretungen aus dem gesamten Kirchenkreis würden die Gottesdienste und seelsorgerischen Aufgaben abgedeckt. Sämtliche Gottesdienste im September werden mit Prädikanten gehalten. "Im Oktober hoffen wir, Pfarrer und Pfarrerinnen aus den Nachbargemeinden zu bekommen, aber die Pfarrerin fehlt uns doch sehr", so Schwerdtfeger. "Aber jetzt solle sie erst einmal richtig gesund werden, und das braucht eben Zeit."

Quelle: RP
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