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Xanten
Görtz: "Tiefpunkt meiner Laufbahn"

Xanten. Neutrale Beobachter äußern sich unter anderem in den sozialen Medien erschüttert über den Ton in der "Bürgerversammlung". Auf Nachfrage der RP sagte Bürgermeister Görtz, für ihn sei der Abend der absolute Tiefpunkt seiner beruflichen Laufbahn.

Diese Art der Diskussionskultur, die ihn an ein "mittelalterliches Tribunal" erinnerte, wolle er kein zweites Mal erleben. "So geht man nicht miteinander um." Der Abend sei von Hass und Vorurteilen geprägt gewesen, um Argumente sei es nicht gegangen. Besonders getroffen habe ihn, dass er persönlich für Krebserkrankungen verantwortlich gemacht werden sollte und er ausgebuht wurde, als er von seiner sehr persönlichen Erfahrung mit dem Krebstod seiner Mutter sprach.

"Heul doch", sei gerufen worden. Es sei ihm auch verwehrt worden, sich kurz zu Beginn der Versammlung für die schlechte Informationspolitik zu entschuldigen. Erst nach zwei Stunden habe man ihn zu Wort kommen lassen. Görtz: "Ich erinnere mich noch gut an die Bürgerversammlung zum schwierigen Thema Flüchtlingspolitik. Danach war ich stolz auf uns Xantener." Sollten nun Veranstaltungen wie in Birten Standard werden, "dann gehe ich da definitiv nicht mehr hin."

(möw)
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