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Unsere Woche
Heimat hat viele Facetten

Unsere Woche: Heimat hat viele Facetten
FOTO: Fischer Armin
Xanten. Heimat entdecken, erleben, genießen: Das ist die Marke für unsere niederrheinweite RP-Herbstferien-Serie. In täglichen Beiträgen loten wir den Heimat-Begriff aus, suchen nach neuen Inspirationen und geben schlicht und einfach Ausflugstipps.

Heimat heißt auch Natur. Und Natur bewegt die Menschen. Immer. Wie sehr alles Blühende und Wachsende die Menschen emotional berührt, wurde in dieser Woche am Großen Markt in Rheinberg deutlich. Dort sind die Haselnussbäume im Zuge der Marktgestaltung gefällt worden. Dass die neun Bäume wegkommen, ist lange klar gewesen und auch weitgehend akzeptiert. Aber wenn man dann zusieht, wie so ein über viele Jahre langsam gewachsener Baum sich der heulenden Motorsäge geschlagen geben muss, tut es einem doch in der Seele weh. Tröstlich ist, dass schon bald acht neue Bäume am Markt gepflanzt werden - Säulen-Spitzahorne.

Bäume sind wichtig für den Klimaschutz - ein Thema, mit dem sich die Rheinberger auskennen. Die Stadt gilt als Vorreiter in dieser Disziplin. Das hat sie jetzt wieder bewiesen. Mit "Rheinberg "summmt!" unterstützt die Kommune die bundesweite Initiative "Deutschland summt!". Die Stiftung für Mensch und Umwelt will damit insbesondere Bienen - auch Wildbienen wie Hummeln - einen geeigneten Lebensraum schaffen, will möglichst viele blühende Wiesen anlegen und alles dafür tun, dass sich die Zahl der Insekten nicht noch weiter verringert. Das Bienen- und Insektensterben ist ja bereits hochdramatisch und besorgniserregend.

Alles hängt mit allem zusammen, das ökologische System ist komplex und sensibel. Auch in Schutzgebieten wie der Bislicher Insel bei Xanten hat die Biomasse abgenommen. Bemühungen um den Erhalt der Artenvielfalt haben unterdessen längst eingesetzt. Ein Beispiel sind Projekte der Naturschutzstiftung Niederrhein, die in dieser Woche zu einem Vortrag eingeladen hatte. Im Naturschutzzentrum in Wesel, am Sitz der Biologischen Station, hieß es "Wildbienen suchen blühende Wiesen". Ein Experte hat erklärt, warum sich der Einsatz für blühende und artenreiche Landschaften lohnt.

Noch einmal zurück zu Bäumen. Die Esskastanie ist zum "Baum des Jahres" ernannt worden. Sie ist der Symbolbaum der Bönninghardt. Und Karl Bröcheler ein umtriebiger Heimatfreund, der dafür gesorgt hat, dass dieser Naturschatz gewürdigt wird. Wir haben in dieser Woche auch darüber gerne berichtet.

Man sieht: Heimat hat viele Facetten. Es gibt viel zu tun und viel zu entdecken. In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

UWE.PLIEN@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
 
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