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Sonsbeck
JIP-Konzert in Maria-Magdalena-Kirche begeistert

Sonsbeck. Die Kirche St. Maria Magdalena war am Sonntagabend immer wieder in ein neues Licht getaucht. Der Chor erstrahlte in verschiedenen Farben, manchmal in einem feurigen Rot, manchmal in einem träumerischen Violett oder manchmal in einem wärmenden Altrosa. Dazu vibrierte die Luft unter der gotischen Gewölbedecke. So wurde die Kirche beim Refugee-Konzert der Pop-Gruppe JIP vor jungem Publikum zum Raum für himmlische Kunst. Von Peter Gottschlich

130 Zuhörer genossen es, Teil dieses Kunstraumes zu sein. Sie standen auf, als das Konzert vorbei war, und klatschten ohne Unterlass. Einige forderten eine Zugabe, die sie auch erhielten.

Das Experiment, das Pfarrer Günter Hoebertz und JIP-Kopf Jörg Klotzbach unternommen hatten, war geglückt. "So viele junge Menschen kommen selten", freute sich der Geistliche. Schließlich war die Hälfte der Besucher zwischen zehn und 40 Jahren alt. Auch der Musiker strahlte: "Wir hatten nicht mit dieser Resonanz gerechnet. Es gab ja keinen Vorverkauf, und wir wussten nicht, wie viele Besucher kommen. Sie sind wirklich mitgegangen."

Der Sonsbecker hatte bei seiner Premiere in der Kirche Maria Magdalena sein Bestes geboten. Zum einen war es die Lichttechnik, mit der der Veranstaltungstechniker sonst Hallen ausleuchtet, wenn er mit der Kölschen Karnevalsband Paveier unterwegs ist - seit vier Jahren.

Am Sonntag schimmerten Planeten rund um den Hochaltar, als die drei JIP-Mitglieder den Pop-Klassiker "Drops of Jupiter" von der Gruppe Train coverten. Sonnenstrahlen durchdrangen Blätter, als die JIP-Mitglieder ihren eigenen Song "Feel the Nature" erklingen ließen.

Auch die Musik überzeugte. Songs wie "The Happy Song" oder "The Good Man" rissen die Zuhörer mit, ließen sie im Takt bewegen und klatschen. Andere stimmten nachdenklich, wie das Lied "Ego Shooter", mit dem die Zuhörer der Trauer über die Pariser Anschläge vom Wochenende nachgehen konnten. Oder das Lied "Refugee", das das Leid der Flüchtlinge auf ihrer Flucht und die Sehnsucht nach Menschen beschreibt, die Türen öffnen.

Dazu hatten Jom und Terry, alias Christian Klaessen und Jörg Sichler aus Geldern, als Vorgruppe die Zuschauer eingestimmt. Die beiden Gitarristen hatten vor allem Songs von Liedermachern und Popsongs gespielt, zum Beispiel "Scarborough Fair" des Duos "Simon and Garfunkel".

So zeigten sich die Zuhörer am Ausgang der Kirche spendenfreudig, als das Benefizkonzert zu Ende gegangen war. Dessen Erlös fließt der UN-Flüchtlingshilfe zu wie der für das Herunterladen des JIP-Songs.

Quelle: RP
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