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Sonsbeck
Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Sonsbeck. Politik will sich nach Auswertung von Fragebögen mit dem Thema befassen.

Es sind nicht nur die "Helicopter-Eltern", die ihre Kinder jeden Morgen mit dem Auto zur Grundschule bringen und dort mittags auch wieder abholen - es sind auch ganz "normale" Mütter und Väter, die sich um die Sicherheit ihrer Zöglinge sorgen und sie deswegen nicht alleine zur Grundschule gehen lassen. Denn die Hauptschule, die in eineinhalb Jahren dicht macht, hat ihren freiwilligen Lotsendienst zum Ende des vergangenen Schuljahres eingestellt. Seitdem hatten sich Gemeindeverwaltung und auch Martin Nenno, Leiter der Grundschule, vergeblich bemüht, neue Verkehrshelfer zu finden.

Auch wenn Schulwegsicherung keine kommunale Aufgabe sei, möge die Gemeinde doch Verkehrshelfer als geringfügig Beschäftigte einstellen, hatte die SPD-Fraktion deshalb beantragt. Hauptgefahrenpunkte seien die Weseler Straße und die Hochstraße.

Im Schulausschuss stimmte nach kurzer Diskussion aber auch die SPD dem Vorschlag zu, den Antrag bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses zurückzustellen. Denn auch Schulkonferenz und Schulleitung waren zwischenzeitlich nicht untätig. Sie hatten zur Erfassung der morgendlichen Verkehrssituation einen Schulwegplan erarbeitet und einen Fragenkatalog erstellt. Dieser wurde an alle Eltern mit der Bitte um Rücklauf bis zum 15. November verteilt. Jetzt wird er ausgewertet.

Die Eltern waren darin gebeten worden, den Schulweg auf einem Stadtplan-Auszug einzuzeichnen und zu sagen, wie das Kind zur Schule kommt, welches Zeitfenster für den Schulweg eingeplant wird, ob sich Eltern wechselweise als Schülerlotsen betätigen würden und welche Wünsche und Bemerkungen zum Thema Schulwegsicherung sie haben. 97 Prozent der Fragebögen seien zurückgeschickt worden, berichtete Schulleiter Martin Nenno; das Ergebnis werde beim nächsten Treffen der Elternpflegschaft thematisiert.

Zu Beginn der Sitzung vereidigte Ausschussvorsitzender Gerd Reinders mit Dr. Wolfgang Ebert einen sachkundigen Bürger, der für die evangelische Kirchengemeinde beratend im Ausschuss sitzt und die Mitglieder direkt einlud, vor der nächsten Sitzung die ansprechend sanierte und restaurierte evangelische Kirche zu besichtigen. "Wir können die Bänke auch beiseite rücken und dort anschließend tagen", so Ebert. -"Ich such mir dann auch ein streitlustiges Thema aus, um die Akustik zu testen", konterte augenzwinkernd Gerd Reinders.

(jas)
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