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Xanten
Neue Ideen für Büderich und Ginderich

Xanten. In der kommenden Woche werden in Wesels linksrheinischen Stadtteilen die in den vergangenen acht Monaten erarbeiteten Dorf-Entwicklungskonzepte präsentiert. Die Akteure hoffen, dass viele Ideen realisiert werden. Von Klaus Nikolei

Dienstag, 10. Oktober, wird es von 19 Uhr an im katholischen Pfarrheim in Ginderich eng werden. Dann nämlich wird das in den vergangenen Monaten erarbeitete Dorfinnenentwicklungskonzept (Diek) im Detail vorgestellt. Und zwar von Vertretern der Verwaltung und von Christiane Eberhardt, Mitarbeiterin der Hamminkelner Firma Oekoplan.

Am Abend drauf, 11. Oktober, 19.30 Uhr, werden die gleichen Akteure in Büderich auftauchen, um im Saal der Gaststätte van Gelder das mit Hilfe von Fördergeldern erstellte Diek zu präsentieren. An beiden Abenden werden Bürger die Möglichkeit haben, die Projektvorschläge und Ideen zu diskutieren. Noch ist nichts in Stein gemeißelt, über alles kann geredet werden. Anschließend diskutiert die Politik am 14. November in einer Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Der Rat entscheidet am 12. Dezember.

"Wir rechnen mit zahlreichen Besuchern, weil die Leute sich sehr für das Thema interessieren und das Dorfinnenkonzept Dorfgespräch ist", sagt Nicole Lohmann, Vorsitzende des Heimatvereins Ginderich. Sie war mit Marie Therese Bauer und Herbert Wesely (Lenkungsgruppe Dorfgemeinschaft Ginderich) zu Gast im Weseler Rathaus, um dort mit ihren Lenkungsgruppen-Kollegen aus Büderich, Markus Abram und Rainer Gellings, die Werbetrommel für die beiden Veranstaltungen in der nächsten Woche zu rühren.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp präsentierte bei dem Termin einen Aktenordner, prall gefüllt mit rund 25 bis 30 durchaus realistischen Verbesserungs- und Veränderungsvorschlägen aus den beiden Dörfern. Die wurden mit Hilfe von Oekoplan im Rahmen von Dorfrundgängen, in Arbeitsgruppen und bei Sitzungen der Lenkungsgruppen zu Papier gebracht.

Die Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Oekoplan und Vertretern der Stadt muss wirklich gut gewesen sein. Jedenfalls wurden reichlich genseitige Komplimente verteilt. "Es herrschte ein sehr gutes Arbeitklima", erklärte Christiane Eberhardt. "Alles wurde untereinander abgestimmt. Es hat einfach keinen Sinn, den Nachbarort zu schwächen. Wir wollen keinen Selbstzerfleischungsprozess", sagte Rainer Gellings. Und Herbert Wesely betonte: "Man hat sich immer auf die Zusammenkünfte gefreut. Danke auch an die Verwaltung." Ein Lob, das Bürgermeisterin Ulrike Westkamp natürlich gerne vernommen hat.

Die Verwaltungschefin stellte eine kleine Auswahl der Projekte vor, die nun zur Diskussion gestellt werden. Unter anderem wird darüber nachgedacht, einen Fahrdienst zu organisieren, damit beispielsweise Gindericher nach Büderich zum Arzt oder zur Apotheke kommen oder Büdericher an Veranstaltungen in der Dorfgemeinschaftseinrichtung Ginderich teilnehmen können. Weitere Ideen: Umbau der Weseler Straße, touristisches Leitsystem, Schaffung von Außengastronomie auf dem Marktplatz (alles Büderich), barrierefreier Zugang zur Kirche sowie Begrünung der Ortsstraßen in Ginderich.

"Nicht alles lässt sich schnell realisieren, weil es Geld kostet und man zum Teil lange auf Fördergelder warten muss", so Westkamp. Gleichwohl sieht sie in dem Prozess Vorteile. "Es ist ein Aufbruch. Die Dörfer sind sich nähergekommen."

Quelle: RP
 
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