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Sonsbeck
Pflasterfläche am Hubertushaus barrierefrei

Sonsbeck. Bürgermeister lobt Gemeischaftsleistung zwischen Vereinsgemeinschaft und Gemeinde Von Rita Hansen

Der zweite Bauabschnitt bei der Pflasterung am Hubertushaus war schon länger im Gespräch. Die rund 250 Quadratmeter große Fläche hatte breite Fugen, war daher nicht barrierefrei. Für Inliner-Rollen, Rollstuhlräder, Stuhl- und Tischbeine oder hohe Absätze war das Pflaster tückisch. Vor dem Hintergrund des morgen anstehenden Jubiläums des Kindergartens St. Marien nahmen die Gespräche mit der Verwaltung "Fahrt auf", wie Gabriel Neul es ausdrückt.

Lange hatte man um die Neugestaltung gerungen. Um die Verbesserung des ansonsten intakten Pflasters möglichst kostengünstig umzusetzen, setzen Verwaltung und die Vereinsgemeinschaft Hamb auf Kooperation und Konzept, so der Vorsitzende der St.-Antonius-Schützenbruderschaft: "Es ist gut, dass wir das Hubertushaus und die Umgebungsflächen für unser Gemeindeleben haben. Insofern bedarf es der Pflege - und damit auch immer mal wieder einer Bürgeraktion." So machten sich rund 20 Hamber an die Arbeit. Sechs Stunden lang lockerten sie das alte Pflaster, holten die bisherigen Steine samt Abstandshalter aus dem Boden. Es wurden Wurfketten gebildet. Die Steine flogen von Hand zu Hand, wurden auf Paletten gestapelt. Mit dem Gabelstapler der Firma Terhoeven konnten die Paletten aufeinander geschichtet werden. Es dämmerte bereits, als die Männer die "entpflasterte" Fläche abzogen.

"Das war eine der Aktionen, die die Dorfgemeinschaft zusammenschweißen und die die Identifikation mit unserer Begegnungsstätte enorm stärkt", sagte Gabriel Neul. Da fasste die zum Wochenende aus Berlin angereiste Tochter eines Hambers spontan mit an. Der 86-jährige Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Werner Kröger, griff wie selbstverständlich zur Schaufel. Koordiniert wurde die Arbeit vom Vorsitzenden des Trägervereins, Alois Tekotte. Mit der von Eckhard Sy spendierten Suppe fand die Schicht einen geselligen Abschluss.

Anfang der Woche setzte der Bauhof die Arbeit fort. Das neue Pflaster soll mit der im ersten Abschnitt gepflasterten Fläche eine Einheit bilden - ganz ohne "Fangfugen". "Die Aktion ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Verwaltung mit Hilfe des ehrenamtlichen Engagements der Dorfgemeinschaft Projekte schneller und vor allem ohne Belastung den Haushalt umsetzen kann", lobt Bürgermeister Heiko Schmidt.

Sollte alles nach Plan laufen und das Wetter passen, kann die Fläche bereits beim Kindergartenjubiläum mit Spielständen eingeweiht werden. "Bis hierher hat alles prima geklappt. Jetzt haben wir ein vernünftiges Pflaster, auf dem sich alle frei bewegen können", fasst Gabriel Neul das gute Ergebnis zusammen.

Quelle: RP
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