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Kriminalbeamter veröffentlicht Buch
Kampuschs Entführer soll Videoprotokolle gemacht haben

Bekannte Fälle jahrelang verschwundener Frauen
Bekannte Fälle jahrelang verschwundener Frauen FOTO: RPO
Berlin. Wolfgang Priklopil, der Entführer von Natascha Kampusch, soll das Leben seines Opfers auf Video festgehalten haben. Das schreibt ein ehemaliger Kriminalbeamter in seinem Buch über den Fall.

Der ehemalige Kriminalbeamte Peter Reichard schreibt laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" in seinem Buch, es gebe unfangreiche Videoaufnahmen aus dem Haus und dem Keller Priklopils, in dem er Kampusch über acht Jahre gefangen gehalten hatte. Das Material sei streng unter Verschluss, dessen Existenz werde nun durch das Buch und mit Zustimmung des Entführungsopfers öffentlich.

Die Auswertung des Materials, so schreibt die Zeitung, sei ein Indiz dafür, dass die Version von Natascha Kampusch über die Entführung stimme. Daran hatte es immer wieder Zweifel gegeben, es war über Komplizen spekuliert worden. 

Das Buch zeige, "wie Natascha Kampusch vom willenlosen Opfer zum stärkeren Part in diesem Zweikampf wurde", zitiert die Zeitung aus dem Vorwort des Buches von "Welt"-Chefredakteur Stefan Aust.

Natascha Kampusch war im März 1998 entführt worden – im Alter von zehn Jahren. Im August 2006 gelang ihr die Flucht, ihr Entführer beging Selbstmord.

 

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