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Kuba-Spezial
Tipps für die Reise nach Kuba

Fotos: Kuba hat viele Gesichter
Fotos: Kuba hat viele Gesichter FOTO: Werner Gabriel
Havanna. Vor der Einreise und bei der Ausreise kassiert das Land die Touristen kräftig ab – knapp 50 Euro Gebühr sind fällig. Das erinnert an den DDR-Zwangsumtausch. Von Hans Onkelbach

Anreise

Air Berlin fliegt zweimal pro Woche ab Düsseldorf nach Kuba (Varadero, 160 Kilometer von Havanna entfernt, an der Nordküste gelegen). Eine Ausweitung wird erwogen, heißt es, man beobachte die spürbar ansteigende Nachfrage. Zudem fliegt die Airline das Land ab München und Berlin an.
Ab September kann man Kuba mit Florida kombinieren: Die Fährverbindung zwischen Havanna und Miami wird wieder aufgenommen.

Einreise

Der Reisepass (noch sechs Monate gültig) reicht. Aber es wird eine Art Visum verlangt, das bei Pauschalreisen der Veranstalter besorgt. Wer individuell fährt, muss das Einreisepapier (22 Euro pro Kopf) bei der Botschaft in Berlin oder der Nebenstelle in Bonn bestellen bzw. abholen. Um es zu bekommen, braucht man eine Bestätigung der Krankenkasse/-versicherung, dass sie für Behandlungskosten in Kuba aufkommt. Die Bescheinigung muss auf Spanisch ausgestellt sein. Das ist kein Problem, Kassen/Versicherungen kennen das. Die ärztliche Versorgung auf Kuba ist mit deutschen Standards nicht zu vergleichen, eine Notfallversorgung gibt es kaum, warnt das Auswärtige Amt. Bei der Ausreise sind 25 Euro Flughafengebühr fällig.

Geld, Preise, Bezahlen, Wohnen

Kreditkarten mit US-Verbindungen werden nicht akzeptiert, beispielsweise Mastercard oder AmericanExpress. Einzig Visa ist (derzeit) okay, oder Bargeld. Gern tauscht man CUC gegen Dollar oder Euro. Dollar werden mit einer Art Strafzoll belegt – ein CUC = 0,87 Dollar. Zum Vergleich: ein CUC = 0,88 Euro.
Noch sind die Preise vergleichsweise niedrig. Beispiel: Abendessen für vier Personen mit Vorspeise und Mineralwasser und sechs Bier (Bucanero, Crystal – beide werden in Kuba gebraut) rund 100 CUC – also ca. 95 Euro.

In internationalen Hotels wie dem Xanadu Mansion (Varadero) kostet das Zimmer pro Nacht ab 130 CUC, inkl. Frühstück und Dinner), Hotel Capri in Havanna (ca. 160 CUC/Zimmer). Weitaus preiswerter sind die casas particulares mit einem Zimmerpreis von 25 CUC. Restaurants mit internationalem Publikum sind in Kuba unerschwinglich für Einheimische: Vorspeise unter zehn CUC, Hauptgericht um 15 CUC. Wichtig: jeweils vorher klären, ob Kreditkarten akzeptiert werden – in nicht-staatlichen Betrieben geht das meist nicht.

Unterwegs in Kuba

Es gibt einige Bahnverbindungen, das Hauptverkehrsmittel sind Taxen und Busse, private Pkw sind selten. Zudem kann man die zahlreichen offenen Lkw anhalten, die auf ihren Ladeflächen (dort sind Bänke montiert) die Menschen von A nach B bringen. Das ist billig, volksnah, aber anstrengend und ohne jeden Komfort. Diese Lkw stoppen, wie Taxen und Busse, auf Handzeichen – auch auf den so genannten Highways.
Leihwagen sind im Angebot, aber vergleichsweise teuer – bis zu (umgerechnet) 200 Euro pro Tag. Weit günstiger ist es, den Leihwagen noch in Deutschland zu buchen. Das Fahren in Kuba ist riskant: Schlechte Ausschilderung, die Straßen sind größtenteils in einem desaströsen Zustand. Schlaglöcher im Format einer Badewanne sind nicht ungewöhnlich. Überall sind Pferdefuhrwerke unterwegs, nachts ohne Beleuchtung. Ratsam: Mit einem Taxifahrer verhandeln für einen Einsatz über mehrere Tage. Das ist auf jeden Fall billiger als ein Mietwagen – und man hat einen ortskundigen Reiseführer.

Telefon, Internet

Telefonieren per Handy (Cubacel) geht an vielen Orten im Land, aber das Netz ist schwach, Fotos per SMS senden funktioniert meist nicht. Gespräche in die USA sind zwar offiziell möglich, aber tatsächlich werden sie oft blockiert. In den modernen Hotels gibt es die Möglichkeit, sich ins Internet einzuwählen, vor Internet-Cafés müssen die Menschen Stunden warten, bis drinnen ein Platz frei ist. WLAN ist weitgehend unbekannt.

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