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Neues Gesetz
Mallorca verbietet blutige Stierkämpfe

Mallorca verbietet blutige Stierkämpfe
Blutige Stierkämpfe wie hier in Madrid soll es auf Mallorca nicht mehr geben. (Archiv) FOTO: dpa, DO hjb sab
Palma. Auf Mallorca wird es ab sofort keine blutigen Stierkämpfe mehr geben. Das Parlament der Balearen verabschiedete am Montag ein Gesetz, wonach die Tiere während der Corrida von den Toreros weder verletzt noch getötet werden dürfen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen überhaupt nicht mehr zuschauen, der Verkauf von Alkohol wird verboten und jeder Stier muss nicht länger als zehn Minuten in die Arena.

Änderungen auch beim Stiertreiben von Fornalutx

Auch das berühmte Stiertreiben von Fornalutx, das seit 1882 alljährlich abgehalten wird, dürfe nicht mehr in seiner bisherigen Form durchgeführt werden, berichtete die spanische Nachrichtenagentur Europa Press.

Demnach wurde es zur Auflage gemacht, dass der Stier nicht mehr an ein Seil gebunden durch die engen Gassen der Tramuntana-Gemeinde gehetzt wird, sondern auf einem Gelände frei laufen darf. Beim letzten Stierlauf von Fornalutx hatten Tierschützer bereits versucht, die Veranstaltung zu blockieren.

"Immaterielles Kulturgut"

Für das Gesetz stimmten die Sozialisten der PSIB, die linksökologische Regionalpartei Més und die Linkspartei Podemos. Dagegen votierte die Opposition, allen voran die konservative Volkspartei (PP), der auch Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy angehört.

Die PP hatte im Vorfeld gewarnt, dass die neue Regelung gegen ein spanisches Gesetz verstoße, das die Corrida seit 2013 als "immaterielles Kulturgut" definiert.

 

(csi/dpa)
 
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