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Explosion in China
Tianjin sucht in den Trümmern noch immer nach Verletzten

Bild der Verwüstung nach Explosionen in China
Bild der Verwüstung nach Explosionen in China FOTO: afp, WH/FL
Tianjin. Nach den Explosionen auf einem Hafengelände der nordchinesischen Metropole Tianjin mit mindestens 55 Toten und mehr als 700 Verletzten wird noch eine unbekannte Zahl von Menschen vermisst. Am Vortag hatte das Hafenunternehmen Tianjin Port Group berichtet, "Dutzende" seiner Arbeiter seien nicht auffindbar.

Bis Freitag waren erst 32 Vermisste gefunden, wie die Behörden berichteten. Am Morgen wurde noch ein Vermisster lebend gefunden. Mehr als 70 Menschen lagen schwer verletzt in Krankenhäusern.

Welche gefährlichen Güter in dem Lager am späten Mittwochabend Ortszeit explodiert ist, konnten die Behörden auch noch nicht sagen. "Wir wissen nicht sicher, welche Chemikalien es waren", sagte Gao Huaiyou vom Amt für Produktsicherheit von Tianjin vor der Presse. "Wir wissen auch nicht, welche Mengen es waren." Die Chemikalien seien nur vorübergehend gelagert gewesen, auch fehlten Dokumentationen. Das Lager sei komplett zerstört worden.

217 Chemiespezialisten des Militärs sind seit Donnerstagnachmittag am Unglücksort im Einsatz, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Schwere Explosionen erschüttern Tianjin FOTO: dpa, zeus cul

Eine Serie von gewaltigen Explosionen hatte auf dem Gelände im Binhai Distrikt schwere Zerstörungen und durch die Druckwelle und herumfliegende Trümmer selbst in einem kilometerweiten Umkreis noch Schäden angerichtet. Wie das Staatsfernsehen berichtete, wurden Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten. Demnach befand sich das Warenlager, in dem sich die Explosionen ereigneten, nur 600 Meter von Wohnhäusern entfernt. Vorgeschrieben sei jedoch mindestens ein Abstand von einem Kilometer.

Unter den Toten waren mindestens 17 Feuerwehrleute, die zu einem Feuer gerufen wurden, als sich die Explosionen ereigneten. 21 Retter wurden zunächst noch vermisst. Nach dem Unglück wurden rund 3500 Obdachlose vorübergehend in 10 Schulen untergebracht. Vizepremier Liu Yandong besuchte die Opfer der Explosionen und sicherte ihnen umfassende medizinische Behandlung zu.

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(dpa)
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