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Kampf gegen den Terror
US-Justiz: Apple soll 15 iPhones entsperren

Fotos: Apple iPhone 6S und iPhone 6S Plus im Praxistest
Fotos: Apple iPhone 6S und iPhone 6S Plus im Praxistest FOTO: dpa, tsn
New York. Nicht nur eines sondern 15 Geräte sind im Fokus: Der Streit zwischen dem US-Justizministerium und Apple über die Entsperrung von iPhones hat größere Ausmaße als bislang bekannt.

Aus am Dienstag veröffentlichten Gerichtsunterlagen geht hervor, dass sich das Ministerium in den vergangenen vier Monaten bei Gerichten landesweit in 15 Fällen um eine Umgehung der Schutzmechanismen bemüht hat. Bislang war nur bekannt, dass es sich mit Apple um das Handy eines der Angreifer von San Bernardino streitet. Von den weiteren Fällen hatte zuerst das "Wall Street Journal" berichtet.

In dem bislang bekannten Fall will das Justizministerium Apple per Gerichtsurteil zwingen lassen, das iPhone des Angreifers von San Bernardino für die Ermittler zu knacken. Apple wehrt sich dagegen und spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall. Konzernchef Tim Cook erklärt, dafür müsste erstmals eine Software geschrieben werden, die es möglich macht, den Passwort-Schutz auszuhebeln. Die US-Behörden betonen zwar, das Programm solle nur auf dem einen Gerät laufen können und könne danach auch gelöscht werden. Apple befürchtet jedoch, dass dass die Software in falsche Hände geraten könnte.

Bei dem Anschlag im Dezember hatten zwei Islamisten 14 Menschen erschossen, bevor sie selbst von der Polizei getötet wurden. Die Bundespolizei FBI untersucht derzeit, ob die Attentäter mit der Extremistenmiliz Islamischer Staat und anderen militanten Gruppen in Kontakt standen.

 

(felt/REU)
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