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Geflohene US-Mörder
Neue Spur bei Jagd nach ausgebrochenen Schwerverbrechern

USA: Spektakulärer Gefängnisausbruch in Dannemora
USA: Spektakulärer Gefängnisausbruch in Dannemora FOTO: dpa, msc cs hpl
Friendship. Die Suche nach den beiden aus einem Hochsicherheitsgefängnis in New York geflohenen Schwerverbrechern geht mehr als 500 Kilometer von der Haftanstalt entfernt weiter.

Gut zwei Wochen nach ihrem Ausbruch seien die beiden verurteilten Mörder Richard Matt und David Sweat möglicherweise nahe der Grenze der US-Staaten New York und Pennsylvania im Steuben County gesichtet worden, sagte Polizeisprecher Beau Duffy am Samstag.

Eine Person habe in der Nähe von Bahngleisen in der Stadt Friendship zwei Männer gesehen, die wie die beiden Geflohenen ausgesehen hätten, sagte Duffy. Möglicherweise befänden sie sich nun bereits in dem westlich davon gelegenen Allegany County.

Die Grenze der beiden Staaten liegt ungefähr 565 Kilometer von der Haftanstalt in Dannemora entfernt, aus der die beiden Insassen am 6. Juni das Weite gesucht hatten. Dabei hatten sie mit Werkzeugen Löcher in die Zellenwände geschnitten und sich durch Schächte davongemacht.
Das Gefängnis befindet sich nahe der US-Grenze zu Kanada und damit genau auf der entgegengesetzten Seite des Staates New York.

Seit dem Ausbruch gingen gut 800 Strafvollzugsbeamte von Haustür zu Haustür, um nach dem 35-jährigen Sweat und den 48-jährigen Matt zu suchen. Dabei konzentrierte sich die Fahndung auf ein Gebiet rund um die Haftanstalt.

Sweat verbüßte eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes an einem Hilfssheriff. Matt war zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er 1997 seinen 76-jährigen Ex-Chef entführt, gefoltert und mit einer Metallsäge zerstückelt haben soll. Eine Aufseherin, die den beiden bei der Flucht geholfen haben soll, saß am Wochenende weiterhin in Gewahrsam. Sie bestreitet die Vorwürfe.

(ap)
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