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Sperma von Häftling
Verurteilte verhindert Todesstrafe durch Schwangerschaft

Hintergrund: Die Entwicklung der Todesstrafe
Hintergrund: Die Entwicklung der Todesstrafe FOTO: FR117487 AP, AP
Hanoi. Vier Gefängniswärter sind in Vietnam zwangsbeurlaubt worden, nachdem eine Todestraktinsassin schwanger geworden ist. Die Frau zahlte einem Häftling mehr als 2000 Euro, damit er sein Sperma in einer Tüte zur Verfügung stellte.

Die 42-Jährige war wegen Drogenschmuggels im Jahr 2014 zum Tode verurteilt worden, wie die Zeitung "Thanh Nien" am Dienstag berichtete. Durch die Schwangerschaft entkommt sie dem Todesurteil - ihre Strafe wird nach der Geburt laut vietnamesischer Gesetzeslage in lebenslange Haft umgewandelt.

Die Frau zahlte einem männlichen Häftling laut der Zeitung umgerechnet mehr als 2000 Euro, damit er ihr half, schwanger zu werden. Demnach versteckte der 27-Jährige zweimal eine Plastiktüte mit seinem Sperma an einem vereinbarten Ort. Die 42-Jährige befruchtete sich damit im Anschluss selbst. In zwei Monaten soll ihr Kind zur Welt kommen.

Nach dem Gesetz des südostasiatischen Landes werden Todesurteile wegen eines Kindes im Alter von unter drei Jahren in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Im Jahr 2007 wurden in der nördlichen Provinz Hoa Binh zwei Gefängniswärter zu bis zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil sie einer Insassin erlaubt hatten, mit Hilfe eines männlichen Häftlings schwanger zu werden.

(lukra/ap)
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