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Pannenserie in Berliner JVA Plötzensee
Justizsenator bleibt nach Flucht mehrerer Gefangener im Amt

Berliner Pannen-JVA Plötzensee: Justizsenator will im Amt bleiben
Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Archivbild). FOTO: dpa, car soe hpl
Berlin. Die Flucht von neun Inhaftierten aus dem Berliner Strafvollzug innerhalb weniger Tage hat für Furore gesorgt. Jetzt weist Justizsenator Dirk Behrendt Rücktrittsforderungen zurück. Die Aufklärung stehe im Vordergrund, sagte der Grünen-Politiker im Gefängnis Plötzensee.

Von dort waren aus dem geschlossenen Teil der Anstalt vier Inhaftierte ausgebrochen, von denen inzwischen einer wieder zurückgekehrt ist. Wenig später waren fünf Männer mit kleineren Delikten aus dem offenen Vollzug getürmt. Von ihnen sind zwei wieder da.

Noch in dieser Woche werde eine externe Kommission eingesetzt, die die Ursachen besonders der vier aus dem geschlossenen Strafvollzug Entkommenen aufklären soll, kündigte Behrendt am Mittwoch an. Zudem beginne eine Schwachstellenanalyse durch ein Sicherheitsbüro noch im Januar. "Das steht jetzt im Vordergrund, alles andere bewegt mich momentan nicht zentral", betonte Behrendt mit Blick auf Forderungen nach seinem Rücktritt.

Die CDU-Opposition hatte die neun Fluchten in fünf Tagen als "einmaligen Skandal in der Rechtsgeschichte" gewertet. Auch aus den Reihen des SPD-Koalitionspartners war Kritik an Behrendt laut geworden.

(oko/dpa)
 
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