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Statistik für 2014
Polizisten gaben in 65 Fällen Warnschüsse ab

Angreifer mit Messer von Polizei erschossen
Angreifer mit Messer von Polizei erschossen FOTO: Evers, Gottfried
Hannover/Mainz. Deutsche Polizisten haben im vergangenen Jahr bei 65 Situationen Warnschüsse abgegeben. Mit 23 Fällen entfiel der größte Teil auf Fluchtvereitelung bei Verbrechen.

Dicht dahinter folgten die Verhinderung von Verbrechen (20 Fälle) und Notwehr/Nothilfe (19) als Gründe. In drei Fällen gab es Warnschüsse zur Fluchtvereitelung von Gefangenen.

Theoretisch müssen Polizisten den Gebrauch der Dienstwaffe androhen und falls möglich einen Warnschuss abfeuern, bevor sie gezielt auf den Körper schießen. Nur selten ist das aber so lehrbuchmäßig möglich, etwa wenn Angreifer plötzlich attackieren.

Allein das Abfeuern eines Warnschusses ist gefährlich. Fast in jeder Umgebung drohen Querschläger, die noch immer tödlich wirken können. Selbst in die Luft geschossen kann eine Kugel aus großer Höhe wieder heruntersausen und dabei gefährlich sein.

Allein in NRW haben Polizisten im vergangenen Jahr 22 Mal ihre Schusswaffe gegen andere Menschen eingesetzt. Dadurch kamen zwei Menschen ums Leben, sieben wurden verletzt, wie das Innenministerium am Freitag auf Anfrage mitteilte. In zwölf Fällen wurden die Schüsse gezielt abgegeben, weil der Polizist in Notwehr für sich selbst oder in Nothilfe für einen anderen handelte.

Die jeweils fällige Überprüfung durch eine Staatsanwaltschaft habe im vergangenen Jahr keinen Fall von unzulässigem Schusswaffengebrauch ergeben, berichtete ein Ministeriumssprecher. Neben den gezielt auf Menschen gerichteten Schüssen nahmen Polizisten dreimal Objekte wie Autos unter Beschuss und gaben siebenmal einen Warnschuss ab.

(dpa)
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