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Nach grober Absage an Abiturient: Fieser Hüpfburg-Verleiher erntet Protest

zuletzt aktualisiert: 21.06.2012 - 21:14

Eschweiler (RPO). Maik Luu wollte nur eine Hüpfburg - für einen Abi-Scherz. Möglichst günstig sollte sie sein. Der Schüler fragte freundlich an und erhielt eine grobe Abfuhr. Die Empörung schlägt Wellen.

Abiturient Maik Luu stellte den fiesen Schriftverkehr mit dem Hüpfburg-Betrieber ins Netz. Foto: dpa, Ralf Roeger
Abiturient Maik Luu stellte den fiesen Schriftverkehr mit dem Hüpfburg-Betrieber ins Netz. Foto: dpa, Ralf Roeger

Ein Hüpfburg-Verleih hat einem Abiturienten eine grobe Abfuhr erteilt und damit einen Sturm der Empörung ausgelöst. In ihrer Mail bezeichnete die Firma aus Elsdorf bei Köln den jungen Mann als "Bittsteller" und die Bitte um ein Angebot als "Bettelanfrage". Der junge Mann ging an die Medien und stellte einen Zeitungsbericht über diesen Vorgang auf seine Facebook-Seite. Es hagelte empörte Kommentare. Bis Donnerstagmittag übernahmen rund 9000 Facebook-Nutzer den Beitrag auf ihre Seite.

Maik Luu suchte für einen Abischerz am Städtischen Gymnasium in Eschweiler bei Aachen eine Hüpfburg. Er fragte unter anderem per Mail bei dem Unternehmen in Elsdorf an. Das begann sein Antwortschreiben mit: "Da Sie offensichtlich kein Geld haben, würde ich vielleicht von meinem Luxusdenken etwas abrücken." Die Inhaber verdienten mit dem Verleih den Lebensunterhalt. "Sollten Sie bei uns irgendwo ein Schild gesehen haben "Geschenkeladen", lassen Sie es mich bitte wissen."

Luu versuchte es noch einmal. Die Hüpfburg könne ja auch Werbung für das Unternehmen sein. Und wenn die Burg an dem Wochentag ohnehin nicht gebraucht werde, könne sie doch zu "Konditionen, die zu der Veranstaltung eines Abischerzes passen", verliehen werden. "Bezüglich Ihrer Absage hätte ich mich über ein wenig mehr Höflichkeit gefreut", schrieb der Schüler. Er sei Vertreter einer Interessengruppe, die aus potenziell zukünftigen Kunden bestehe.

Studenten seien noch nie Kunden des Unternehmens gewesen, heißt es in der Antwortmail. "Und sollten diese denn irgendwann mal Geld verdienen (70 werden Hartz IV), werden diese ihre Anfrage nicht mehr so stellen wie Sie, weil sie dann in einer anderen Liga spielen."

Der Abiturient fühlte sich und seine Schulkollegen angegriffen. Er wollte das nicht einfach so hinnehmen. "Wir haben für den höchsten Schulabschluss hart gearbeitet", sagte er der Nachrichtenagentur. Er habe das nicht einfach so hinnehmen wollen und darum den Vorgang ins Netz gestellt. Das Unternehmen wollte sich nicht dazu äußern. "Wir geben später eine Pressekonferenz dazu", sagte ein Vertreter. Eine andere Firma lieh den Schülern eine Hüpfburg - kostenlos.

Quelle: dpa
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