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Kein dringender Tatverdacht
Tatverdächtiger nach Brandanschlag in Tröglitz wieder frei

Brand in zukünftigem Flüchtlingsheim in Tröglitz
Brand in zukünftigem Flüchtlingsheim in Tröglitz FOTO: dpa, hsc cul
Der im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz in Sachsen-Anhalt festgenommene Mann ist wieder auf freiem Fuß. Nach weiteren Ermittlungen habe sich der dringende Tatverdacht nicht aufrecht erhalten lassen.

Das teilten die Staatsanwaltschaft in Halle und das Landeskriminalamt von Sachsen-Anhalt am Freitag mit. Weitere Auskünfte wollten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht erteilen. Der Mann befand sich gut eine Woche in Untersuchungshaft.

Die Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz war in der Nacht zum 4. April angezündet worden. Das Haus, in das wenig später 40 Asylbewerber einziehen sollten, stand zu diesem Zeitpunkt weitgehend leer. Durch den Brand wurden der gesamte Dachstuhl sowie weitere Gebäudeteile beschädigt. Die Polizei bezifferte den Schaden damals auf eine sechsstellige Höhe. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, haben die Behörden eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt.

Der Ort Tröglitz hatte schon vor dem Brandanschlag für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Bürgermeister Markus Nierth war zurückgetreten, weil er sich von Rechtsextremen bedroht fand und sich von den örtlichen Behörden im Stich gelassen fühlte.

 

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(AFP)