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Zugunglück bei Bad Aibling
Dobrindt: Keine Hinweise auf technisches Versagen

Fotos: Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig
Fotos: Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig FOTO: ap
München. Während die Deutsche Bahn nach dem Zugunglück mit elf Toten in Bad Aibling mit den Reparaturarbeiten an der Strecke begonnen hat, gibt es weiter keine Hinweise auf technisches Versagen.

Das sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Montag in München. "Tatsache ist, dass nach den Daten, die wir haben, ein technischer Fehler nicht vorgelegen hat." Im Laufe dieser Woche werde es nach Wiederherstellung der Gleise Kontrollfahrten geben, sagte Dobrindt. Damit soll nach den Worten des Verkehrsministers überprüft werden, ob die von den Fahrtenschreibern aufgezeichneten Daten "validierbar" sind. Ergebnisse sollten Ende dieser oder Anfang nächster Woche vorliegen.

Auf einer Pressekonferenz wollen sich Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag (14 Uhr) zur Unfallursache äußern. Mit Spannung wird erwartet, ob die Ermittler Informationen bestätigen, wonach die Ursache für den Zusammenstoß der beiden Züge menschliches Versagen sein soll. An der Pressekonferenz in Bad Aibling nehmen der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese aus Traunstein und Rosenheims Polizeipräsident Robert Kopp sowie weitere Ermittler teil.

Unterdessen hat die Deutsche Bahn mit der Instandsetzung der Gleisstrecke begonnen. Die Arbeiten seien planmäßig aufgenommen worden, sagte eine Bahnsprecherin am Montag. In den kommenden Tagen müssen 120 Meter Gleisanlagen repariert, 180 Meter Schwellen ausgetauscht und einige Tonnen Schotter verbaut werden. Die Strecke bleibt deshalb weiter gesperrt, es gibt einen Ersatzverkehr mit Bussen.

Bei dem schweren Unglück auf der eingleisigen Strecke waren am Dienstag zwei Regionalzüge der Bayerischen Oberlandbahn frontal zusammengeprallt. Elf Menschen kamen ums Leben, Dutzende Passagiere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Unglücksursache steht noch nicht fest.

(felt/dpa/AFP)
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