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Rätsel in Helsinki gelöst
Ursache für radioaktive Belastung liegt in der Atomaufsichtsbehörde

Helsinki: Ursache für radioaktive Belastung gefunden - bei der Atomaufsichtsbehörde
Die Menschen in Helsinki rätselten über die Strahlenbelastung. FOTO: shutterstock/Oleksiy Mark
Helsinki. Eine seltsame Entdeckung hatte Unruhe in Finnland ausgelöst: Über der Hauptstadt Helsinki war eine "außergewöhnlich hohe" radioaktive Belastung festgestellt worden. Die Ursache wurde jetzt gefunden - im Erdgeschoss der Atomaufsichtsbehörde.

Das Rätsel einer "außergewöhnlich hohen" Belastung mit dem radioaktiven Isotop Cäsium-137 über der finnischen Hauptstadt Helsinki ist gelöst. Die Quelle lag näher, als die Atomaufsichtsbehörde Stuk gedacht hatte: im Erdgeschoss und der Garage des eigenen Sitzes. Wie die Agentur am späten Dienstagabend mitteilte, ist in dem Gebäude auch eine Firma ansässig, die schwach-radioaktive Abfälle behandelt.

Nach der Entdeckung der Quelle spielte die Agentur den Vorfall weiter herunter. Es sei nur ein begrenztes Gebiet betroffen gwesen und die Quelle sei rasch entdeckt worden, hieß es in der Stuk-Erklärung. Personal und Besucher der Behörde seien nicht gefährdet. Cäsium-137 wird gelegentlich auch in der Industrie, in Krankenhäusern und in Forschungseinrichtungen verwendet.

Atomaufsichtsbehörde hatte erhöhte Werte gemessen

Die Aufsichtsbehörde hatte zuvor mitgeteilt, dass zwischen dem 3. und 4. März Werte von 4000 Microbecquerel pro Kubikmeter Luft gemessen worden seien. Dies sei etwa das Tausendfache der üblichen Werte, aber nur ein Millionstel dessen, was direkte Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung erforderlich mache.

"Die Entdeckung war außerordentlich ungewöhnlich", sagte Tarja Ikaheimonen, die Leiterin der Stuk-Strahlenaufsicht. "Aber aus der Perspektive der atomaren Sicherheit hat Cäsium auf diesem Level keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit."

Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 werden in Finnland noch immer in unregelmäßigen Abständen Strahlenbelastungen festgestellt. Die Werte der vergangenen Woche seien jedoch zu hoch, um mit der Tschernobyl-Katastrophe erklärt zu werden, sagte Ikaheimonen. Da keine atomaren Unfälle bekannt wurden, rätselten die Stuk-Forscher zunächst, was der Hintergrund der Cäsium-Verstrahlung gewesen sein könnte, bis sie dann auf die Quelle im eigenen Haus stießen.

In Finnland gibt es zwei Atomkraftwerke mit insgesamt vier Reaktoren. Ein Akw liegt im Westen des Landes, das andere im Osten von Helsinki. Störfälle wurden nicht bekannt.

(haka/AFP)
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