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Dortmund
Jäger erlegen mehr als vier Millionen Tiere in Deutschland

Dortmund. In Deutschland sind in der vergangenen Jagdsaison (2014/2015) fast 4,2 Millionen Wildtiere geschossen, in Fallen gefangen oder von Autos überfahren worden. Das sei ein Anstieg um rund 175.000 Tiere, teilte der Deutsche Jagdverband mit. Der Verband führt die Zunahme vor allem auf eine größere Verbreitung vieler Arten zurück. Der Klimawandel und die Ausweitung des Nahrungsangebots böten vielen Tieren bessere Lebensbedingungen, sagte Verbandssprecher Torsten Reinwald kurz vor Beginn der Messe "Jagd & Hund" (10. bis 14. Februar) in Dortmund.

Tiere wie Wildschweine oder Rehe haben sich nach Erklärung der Jäger besser an die Umwelt angepasst und stärker vermehrt als etwa das Niederwild. Erstmals wurden über eine halbe Million Wildschweine erlegt. Das seien Zahlen wie vor Jahrzehnten beim Feldhasen. "Die Jagd ist in Deutschland nachhaltig. Es wird nach der Entwicklung der Bestände gejagt", sagte Reinwald. Entsprechend verdoppelten sich seit den 70er Jahren die Abschusszahlen beim Wildschwein. Beim Feldhasen halbierten sie sich. Beim Fasan sank die Abschusszahl auf ein Viertel, bei Rebhühnern auf 20 Prozent.

Nicht nur die Zahl erlegter Tiere ist gestiegen, es gibt auch mehr Jäger - und mit ihnen auch mehr Jagdwaffen. Allerdings steige die Zahl der Waffen nur langsam, wie der Verband der Büchsenmacher und Waffenhändler betont. Viele Jungjäger versuchen es zunächst mit gebrauchten Waffen.

(dpa)
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