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"Tagesschau"
#Pappbechergate – so cool kontert Jens Riewa

 Pappbechergate: So cool kontert die ARD mit Jens Riewas Video
FOTO: ARD Mediathek
Hamburg . Am Dienstagabend war in der "Tagesschau" mit Jens Riewa ein To-Go-Pappbecher zu sehen, was in den sozialen Netzwerken eifrig diskutiert wurde. Nun hat die ARD via Facebook reagiert.  Von Lena Köhnlein

Der Pappbecher, der in der Sendung um 20 Uhr zu sehen war, hatte zahlreiche Proteste unter dem Hashtag #Pappbechergate in sozialen Netzwerken zur Folge. Denn Pappbecher sind doch schlecht für die Umwelt, hieß es – warum keinen aus Porzellan? Und wozu brauche der Moderator während der Sendung einen Kaffee? Schlafe er sonst ein? Fragen über Fragen.

Video als Antwort

Die ARD hat nun auf den Wirbel reagiert und antwortete am Mittwoch via Facebook mit einem Video. Denn die "Tagesschau" sei es gewohnt, schnell zu reagieren, erklärt Jens Riewa vor einem Rechner sitzend. 

 

Ein Kaffeebecher in der Tagesschau um 20 Uhr - OMG. Jens Riewa lüftet das Geheimnis um #Pappbechergate: "Der Prozess nennt sich trinken."

Posted by tagesschau on Mittwoch, 2. Dezember 2015

Und er klärt auf, dass es sich keinesfalls um einen Einwegbecher handelt. Es sei ein "No-Brand-Pappbecher" den er mehrmals verwenden würde. Er könne sich das selbst gar nicht aussuchen. Auch ein Bremer Wasser – still – gehöre dazu. Kein Kaffee. 

Dann beantwortet er die weiteren Fragen der aufgebrachten Internetgemeinde: "Wozu braucht Jens Riewa den Becher?", liest der Sprecher vor. "Der Prozess nennt sich trinken", lautet seine Antwort. Logisch. Denn zwischen den einzelnen Beiträgen trinken die Moderatoren der Tagesschau auch einmal etwas. 

Bald Porzellan-Becher

Außerdem könne er sich vorstellen, dass die ARD auf den Fall reagiert. Er könne aber nicht für das Unternehmen sprechen. Vielleicht also bald ein Porzellan-Becher? Früher habe es designte Porzellanbecher gegeben, aber die seien weg. Keiner wüsste genau wohin. Schade, denn er hätte selbst gerne welche, sagt Riewa.

Am Ende trinkt er noch einen Schluck aus seinem Becher und setzt ihn sich dann mit den Worten "Oche Alaaf", den Aachener Karnevalsruf, auf den Kopf. Riewa ist Moderator der Veranstaltung "Wider den Tierischen Ernst" des Aachener Karnevalsvereins.

Eins hat die ARD bewiesen: Zwar ist der Becher wirklich aus Pappe, aber sie gehen mit Humor an Kritik heran. Und wer weiß, vielleicht sehen wir bald doch einen Becher aus Porzellan in der "Tagesschau". 

Erst kürzlich sorgte die ARD mit einem PR-Gag für Aufregung. Dort waren Beine ohne Körper zu sehen. 

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