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Pontevedra
Vier Tote und 50 Verletzte bei schwerem Zugunglück

Pontevedra. Drei Jahre nach dem schweren Zugunglück bei Santiago de Compostela mit 80 Toten ist in der spanischen Region Galicien erneut ein Zug entgleist. Das neue Unglück forderte Behördenangaben zufolge vier Todesopfer und Dutzende Verletzte. Der stellvertretende Bürgermeister des Ortes O Porriño, wo sich der Unfall gestern Morgen ereignete, sprach zudem von fast 50 Verletzten. Einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte seien auch mit einem Hubschrauber im Einsatz gewesen, um die Opfer in Krankenhäuser zu bringen, schrieb die Zeitung "El Mundo".

Der Zug, der der staatlichen portugiesischen Bahngesellschaft Comboios gehörte, war von der spanischen Hafenstadt Vigo in Galicien aus unterwegs nach Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals. Unter den Opfern ist auch der portugiesische Lokführer. Ein Augenzeuge sagte dem TV-Sender Antena 3, der Zug sei sehr schnell gefahren. Plötzlich habe es einen ohrenbetäubenden Knall gegeben, so der 65-jährige Augenzeuge, der an einer Bahnschranke wartete: "Es gab eine Explosion, und dann stieg eine riesige Rauchwolke auf. Man konnte nichts mehr sehen." Viele Menschen seien sofort zum Zug gelaufen, um den Passagieren zu helfen.

Die Behörden leiteten Ermittlungen zur Unglücksursache ein. Möglicherweise habe es auf der Strecke Arbeiten gegeben, zitierten Medien die Stadtverwaltung von O Porriño. Die Daten der aus den Trümmern geborgenen Blackbox sollten bei der Klärung der Hintergründe helfen, so die Ermittler. Ein Sprecher des spanischen Bahnbetreibers Renfe sagte, es seien etwa 60 Menschen in dem Zug gewesen. Renfe und der Schienennetzbetreiber Adif sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus.

(dpa)
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