Alle Politik-Artikel vom 18. April 2015
Berlin

Flüchtlingsgipfel am 8. Mai in Berlin

Bund und Länder wollen am 8. Mai bei einem Spitzentreffen in Berlin über den Umgang mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen beraten. Das kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert an. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wollen sich dazu mit mehreren Ministerpräsidenten zusammensetzen. Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland nimmt seit Langem erheblich zu. Die Länder und vor allem die Kommunen sind für die Unterbringung und Versorgung der Schutzsuchenden zuständig. mehr

Würdige Trauerfeier

Der Glaube ist nicht nur etwas für Verzweifelte, die keinen Ausweg mehr aus Leid und Trauer sehen. Weil Glaube mehr als ein Narkotikum gegen die Unbilden des Lebens ist und - trotz allem - auch in die Zukunft weist. Dieses "Trotz allem" ist der Flugzeugabsturz in den französischen Alpen; dieses "Trotz allem" ist das Unfassbare an der Tat eines Menschen; dieses "Trotz allem" ist auch das schier Unbegreifliche, einen geliebten Menschen aus bis dahin heiterem Himmel verloren zu haben. mehr

Stichwort

New Horizons

Die Raumsonde "New Horizons" ist der erste Flugkörper der US-Raumfahrtbehörde Nasa, der den Zwergplaneten Pluto aus der Nähe erforschen soll. Sie wurde am 19. Januar 2006 in Cape Canaveral (Florida) gestartet und wird am 14. Juli dieses Jahres in rund 12 500 Kilometer Entfernung an Pluto vorbeirasen, wie die US-Raumfahrtbehörde jetzt mitteilte. "New Horizons" ist die schnellste Sonde in der Geschichte der Raumfahrt und soll zahlreiche Daten und Bilder sammeln. Von dem rund 660 Millionen Euro teuren Projekt erwartet die Nasa eine Innenansicht der Ursprünge unseres Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren. Der Zwergplanet Pluto hat einen Eiskern, in dem Wissenschaftler flüssiges Wasser vermuten, und fünf bekannte Monde, die erkundet werden sollen. mehr

Düsseldorf

Zahl der Einbürgerungen in NRW geht zurück

In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr 27 737 Personen eingebürgert worden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das 6,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor, als 29 629 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft annahmen. Die größte Gruppe der Eingebürgerten bildeten 2014 die Türken (7883 Personen), gefolgt von Polen (1514) und Marokkanern (1231). Knapp drei Viertel derjenigen, die den deutschen Pass erhielten, waren zwischen zehn und 39 Jahre alt. mehr

Berlin

Regierung evakuiert Deutsche aus Jemen

Die Bundesregierung hat mehr als 100 Menschen aus dem Bürgerkriegsland Jemen ausfliegen lassen, darunter deutsche Staatsbürger. Das teilte das Auswärtige Amt mit. Die gecharterte Maschine einer jordanischen Fluglinie landete am Nachmittag im ostafrikanischen Dschibuti. An Bord befanden sich auch Bürger anderer Staaten, darunter zahlreiche aus EU-Ländern, sowie Familienangehörige aus dem Jemen. Von Dschibuti sollen die Evakuierten in ihre Heimat fliegen. mehr

Frankfurt

Bei der Bahn drohen schon wieder Streiks

Bahnkunden müssen sich auf neue Streiks einstellen. Die Lokführergewerkschaft GDL erklärte gestern die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert. Ein erneuter Arbeitskampf werde zügig organisiert, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Den genauen Termin und die Dauer der Streiks werde man rechtzeitig mitteilen. Die GDL strebt für ihre Mitglieder im Zugpersonal eigene Tarifverträge an. Bislang hat die Spartengewerkschaft nur für Lokführer Abschlüsse vereinbart. mehr

Persönlich

Gao Yu . . . muss für mutige Berichte in Haft

Die chinesische Enthüllungsjournalistin Gao Yu ist mutig, unbequem und gewann deswegen 1997 den Pressefreiheitspreis der Unesco. Sie war in den vergangenen Jahren als freie Autorin mit Gastbeiträgen und Interviews regelmäßig in ausländischen Rundfunkprogrammen vertreten, etwa bei der Deutschen Welle, durfte aber in China schon länger nicht mehr publizieren. Peking hat jetzt mit ihr kurzen Prozess gemacht. Die Verurteilung der systemkritischen Autorin zu sieben Jahren Haft dauerte gestern nur 20 Minuten. Damit lässt Chinas Führung die 71-Jährige zum dritten Mal ins Gefängnis werfen. mehr