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US-Vorwahlkampf
Weißer schlägt Schwarzen bei Trump-Auftritt ins Gesicht

Donald-Trump-Kundgebung: Weißer schlägt Afroamerikaner ins Gesicht
"Amerika macht man nicht großartig, indem man alles fallen lässt, was Amerika großartig macht, etwa freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und das Recht der Leute auf Protest." FOTO: Screenshot/Youtube News And Videos
Fayetteville . "Wow, ich werde geschlagen, während die Polizei mich abführt...": So kommentiert ein Afroamerikaner eine tätliche Attacke auf ihn während einer Kundgebung von Donald Trump. Der Angreifer wurde festgenommen. Hillary Clinton zeigt sich entsetzt.

Ein tätlicher Übergriff auf einen Afroamerikaner während einer Kundgebung von Präsidentschaftsbewerber Donald Trump sorgt in den USA für Aufregung.

Diese Woche verbreitete sich ein Video von dem Vorfall im Internet: Es zeigt, wie ein Mann wegen Ruhestörung von Beamten aus einer Arena in Fayetteville geführt wird, in der das Event stattfindet. Vor dem Ausgang versetzt ein älterer Besucher mit Cowboyhut dem jungen Schwarzen einen Faustschlag.

Nachdem Ermittler das auf sozialen Medien gepostete Video geprüft hatten, wurde der 78-jährige Angreifer am Donnerstag festgenommen. Gegen ihn sei ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und ordnungswidrigem Verhalten eingeleitet worden, teilte das Büro des Sheriffs im Bezirk Cumberland County mit.

"Wow, ich werde geschlagen, während die Polizei mich abführt..."

Der angegriffene Mann gab seinen Namen später als Rakeem Jones an. Der Nachrichtenagentur AP sagte er, er und andere Begleiter hätten die Veranstaltung von Trump als Beobachter besucht, nicht aber als Protestler. Jemand habe eine Person aus seiner Gruppe beleidigt und als sie deswegen Widerworte hätten geben wollen, sei er schon von der Polizei hinausgebracht worden.

"Wow, ich werde geschlagen, während die Polizei mich abführt...Die Polizei schaute zu, wie ich geschlagen werde", sagte Jones. In der Erklärung des Sheriffsbüro hieß es indes, das Opfer sei wegen einer Störung der Kundgebung abgeführt worden. Als es zum Übergriff kam, hätten die Beamten die Treppen im Blick gehabt.

Trumps Wahlkampfsprecherin Hope Hicks teilte später in einer Reaktion auf den Vorfall lediglich mit: "Wir sind nicht darin verwickelt."

Clinton: "Zutiefst bestürzt und sogar empört" 

Auf Kundgebungen des umstrittenen republikanischen Bewerbers kommt es mittlerweile oft zu Konfrontationen zwischen seinen Anhängern und Protestlern. Das Publikum wird in der Regel in Lautsprecheransagen dazu angehalten, Störern nichts zuleide zu tun.

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton zeigte sich "zutiefst bestürzt und sogar empört" über die Gewalt bei der Veranstaltung von Trump. "Amerika macht man nicht großartig, indem man alles fallen lässt, was Amerika großartig macht, etwa freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und das Recht der Leute auf Protest." Damit nahm Clinton auf Trumps Wahlkampfslogan Bezug, der "Make America great again" lautet.

(gol/ap)
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