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Hilden
Hildener Feldjäger bereiten sich auf Anti-Terror-Übung vor

Hilden. Im Spätsommer könnte eine gemeinsame Übung des Feldjäger-Regiments in Hilden mit der Polizei stattfinden. Feldjäger könnten bei einem möglichen Bundeswehr-Einsatz im Innern angefordert werden: Während des Amoklaufs in München vor knapp zwei Wochen hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ein Regiment der Feldjäger in Alarmbereitschaft versetzen lassen. "An der politischen Debatte beteiligen wir uns nicht", erklärte Oberstleutnant Sebastian Bangert, "wir sind aber auf eine Übung mit zivilen Sicherheitsbehörden im Spätsommer vorbereitet."

Von der Leyen will die Bundeswehr auf Einsätze bei Terroranschlägen im Inland vorbereiten; Übungen sollen noch in diesem Jahr stattfinden. Bangert betonte, die Bundeswehr sei als Ganzes gefordert. Die Ausbildung speziell der Feldjäger rückt die Militärpolizisten aber in den Fokus der Debatte. Sie ist so dicht an der Polizeiausbildung, dass Mecklenburg-Vorpommern soeben zwölf Feldjäger bei der Landespolizei eingestellt hat. "Bei Veranstaltungen der Bundeswehr sind Feldjäger bei der Absicherung mit der Wahrnehmung von Sicherheitsaufgaben betraut", sagte Bangert: "Sie stellen Personen- und Begleitschutz, übernehmen Flugsicherheitskontrollen, sie verfügen über Rauschgift- und Sprengstoffspürhunde und unterstützen bei militärischen Evakuierungsoperationen."

Die Bundeswehr kann von den Landesregierungen angefordert werden. Bei einer Notlage in Nordrhein-Westfalen wäre deshalb ein Einsatz der Hildener denkbar.

(gök)
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