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NRW-CDU misstraut der eigenen Parteizentrale

Nächsten Freitag hat der Aachener CDU-Vorsitzende, Ex-Familienminister Armin Laschet, ein Heimspiel. Im Wettstreit um den Landesvorsitz trifft er in Aachen zu einem weiteren "Duell" mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen zusammen. Bislang gilt: Vorteil Röttgen. Entscheidend ist am Ende die Befragung der 160 000 Parteimitglieder am 31. Oktober. Sie können ab 4. Oktober eine Briefwahl vornehmen und den zugeschickten Stimmzettel an die Kreisgeschäftsstelle zurücksenden. Sie können ihn dort aber auch am "Wahltag" abgeben. Dort werden die Stimmen ausgezählt und nach Düsseldorf übermittelt.

Nach Informationen unserer Zeitung besteht in der Partei ein gewisses Misstrauen gegenüber der Düsseldorfer CDU-Zentrale, nachdem sie im Wahlkampf negative Schlagzeilen produziert hat. Vor allem aber die Festlegung von Generalsekretär Andreas Krautscheid auf Laschet hat das Röttgen-Lager aufgeschreckt. Wie berichtet, wollte CDU-Vorstandsmitglied Hartmut Schauerte, der Röttgen unterstützt, nur Briefwahl zulassen. "Dabei gibt es das geringste Risiko für Manipulationen", sagte er unserer Zeitung. Ginge es nach ihm, würden die Briefwahlvoten zwar in der Zentrale ausgezählt, aber unter den kritischen Augen eines zentralen Wahlvorstands. Schauerte hat aber dem jetzigen Verfahren zugestimmt. Die Mischung aus Brief- und direkter Wahl mit Stimmabgabe vor Ort bietet nach Ansicht von Insidern das "bestmögliche Maß an Sicherheit".

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