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Düsseldorfer EG
DEG feiert Rönnbergs ersten Punkt

Düsseldorfer EG: DEG feiert Rönnbergs ersten Punkt
Steuerte seinen Scorerpunkt bei: Joonas Rönnberg FOTO: american-sports.info
Düsseldorf. Die DEG ist in der Deutschen Eishockey Liga die Mannschaft der Stunde. Durch sechs Siege in Folge ist sie auf Platz vier vorgerückt und fiebert jetzt dem Derby in Krefeld entgegen. Von Roman Grombach und Thomas Schulze

Joonas Rönnberg wurde von nicht wenigen Fans schon als Fehleinkauf abgestempelt. Sie waren enttäuscht von dem 32 Jahre alten Finnen, der zuletzt in Schweden gespielt hatte. Auch Trainer Christof Kreutzer gestand vor sechs Wochen, dass Rönnberg noch nicht die erhofften Leistungen gebracht habe. Doch der Routinier hat sich gesteigert. Beim 4:2-Sieg in Schwenningen war er sogar erstmals in dieser Saison an einem Tor beteiligt. Beim Stand von 2:2 eroberte er zwei Minuten vor Schluss die Scheibe, die Manuel Strodel zum vorentscheidenden dritten Treffer nutzte.

"Es freut mich, weil es mit spielentscheidend war", sagt Christof Kreutzer. "Joonas hat sich im Zweikampf gut durchgesetzt. Ich hoffe, dass es ihm hilft, ihm Selbstvertrauen gibt und Freude bereitet."

Ein Punkt in 26 Spielen - für einen ausländischen Verteidiger sicherlich keine optimale Quote. Und obwohl die Statistik nicht lügt, hat sie für Kreutzer - zumindest in dem Fall - nur geringe Bedeutung. "Bei Joonas kommt es mir nicht auf Punkte an", sagt der Trainer. "Er muss hinten einen guten Job machen. Anfangs hatte er Probleme, aber jetzt ist er deutlich besser." In puncto Zweikampfverhalten habe sich der Abwehrrecke gesteigert, er spiele inzwischen auch schneller den einfachen Pass. "Dass die Umstellung ihm so schwer fallen würde, als er aus Schweden kam, habe ich nicht gedacht. Aber jetzt macht er das gut, vor allem wenn Tim Schüle nach vorne geht, sichert er gut ab."

Aber nicht nur Rönnberg, die gesamte Mannschaft bewies in Schwenningen eine neue Qualität, als sie nach einem Gegentreffer scheinbar mühelos von einer defensiven in eine offensivere Ausrichtung umschalten konnte. Wie eine Woche zuvor beim Sieg in Ingolstadt (2:1) gingen die Rot-Gelben mit einer knappen Führung ins letzte Drittel. Doch während sich die Abwehr gegen die Oberbayern schadlos hielt, kam Schwenningen nach einer Druckphase zum Ausgleich. Als die Schwarzwälder im Anschluss mehr wollten, drehte die von Selbstbewusstsein strotzende DEG das sogenannte Momentum, einen mentalen Vorteil, abermals und überraschte die Gastgeber. Ohne in Hektik zu verfallen, entwickelten die Rheinländer fortan wieder selbst Torgefahr. Exemplarisch der Führungstreffer zwei Minuten vor dem Ende, als Manuel Strodel einen Konter mit einem überlegten Schuss abschloss. Joonas Rönnberg nutzte dabei clever seine große Reichweite mit dem Stock und ging über außen sofort in den Gegenangriff über. Als zweiter Vorlagengeber war der zweite Verteidiger Tim Schüle mitgelaufen.

Sechs Siege in Folge, Rang vier - jetzt geht es zum Derby beim Tabellenletzten Krefeld. "Bei einem Nachbarschaftsduell zählt die Tabelle nicht", so Kreutzer. "In einem Derby ist immer alles möglich."

Quelle: RP
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