| 17.07 Uhr

Borussia Mönchengladbach
Schubert begrüßt zum Auftakt zwei Neue

Borussia: Trainingsauftakt 2016 mit Jonas Hofmann
Borussia: Trainingsauftakt 2016 mit Jonas Hofmann FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Borussia ist am Dienstag in die Vorbereitung auf die Rückrunde der Bundesliga eingestiegen. Vormittags stand zunächst eine Einheit im Kraftraum an, am Nachmittag bat André Schubert seine Spieler zum ersten Mal auf den Rasen. Mit dabei war erstmals auch der neue Mann, der für sieben Millionen Euro von Borussia Dortmund geholt wurde: Jonas Hofmann. Einen weiteren Spieler hatte Schubert auch noch nicht im Training gesehen – Martin Stranzl. Von Karsten Kellermann

Schubert sprach nach dem Vormittagstraining über …

… seine Zielsetzungen für die Rückrunde: "Es ist schön, ins Trainingslager zu fahren, weil man da auch mal Zeit mit der Mannschaft hat, um Gespräche zu führen und natürlich für Trainingsprozesse. Wir können, was bisher wegen der hohen Spielfrequenz noch nicht so möglich war, sehr viel inhaltlich arbeiten und intensiv belasten."

… die kurze Zeit der Vorbereitung: "Das sind Dinge, auf die wir ja keinen Einfluss haben. Entsprechend mache ich mir darüber nicht so viele Gedanken. Wir hatten den kurzen Urlaub, daher fangen wir ja auch nicht bei null an. Durch die kurze Pause konnten die Jungs sicher nicht so richtig durchatmen, aber sie sind dadurch noch auf einem konditionell hohen Niveau und fangen entsprechend auf einem guten Stand wieder an. So können wir viel im taktischen Bereich arbeiten und werden das auch tun."

Das ist Jonas Hofmann FOTO: Dirk Päffgen

… neue taktische Ideen: "Fußball ist immer dabei, sich zu verändern. Wir schauen, wo und wie wir uns entwickeln können und versuchen, das gezielt zu tun. Darauf werden wir in den nächsten Tagen und Wochen, aber auch in der gesamten Rückrunde hinarbeiten. Der Prozess ist nie beendet. Wir wollen immer den nächsten Schritt machen, wollen immer variabler spielen und in der Defensive noch gefestigter sein."

... die Rückkehr von Martin Stranzl: "Ich freue mich über alle Spieler, die zurückkommen. Ich hoffe, dass auch Patrick Herrmann und André Hahn möglichst zeitnah wieder zu uns stoßen werden – vielleicht schon Ende Januar. Was Martin angeht, hoffe ich, dass er einfach mal verletzungsfrei bleibt. Deswegen werden wir sehr dosiert an die Sache herangehen. Martin ist eine Persönlichkeit, er hat schon viel erlebt und wird deshalb gerade den jungen Spielern viel mitgeben können. Ich selbst habe ihn ja noch gar nicht im Training erlebt, ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten."

… den Nachholbedarf bei der Kopfballstärke: "Ich glaube, wir suchen da nach der eierlegenden Wollmichsau. Man kann 3:0 gewinnen und danach wird gesagt: Ihr habt ja nur über rechts angegriffen. Wenn nur die Stürmer treffen, heißt es, man sei nicht flexibel. Was ich sagen will: Wir sind eben ein Team, das nicht so groß ist. Wenn wir jetzt fünf große Spieler kaufen, wäre das anders, aber so einfach ist es ja nicht. Wir versuchen immer Dinge zu verändern und zu verbessern. Aber wenn der Gegner drei, vier Spieler hat, die alle 1,95 Meter groß sind, wird es für uns schwierig, alle Kopfballduelle zu gewinnen, weil ganz einfach einige Zentimeter fehlen. Das hat erst mal nichts mit Kopfballstärke zu tun, sondern nur damit, dass die anderen größer sind. Wir haben aber auch unsere Stärken und wollen sie einbringen. Wir werden natürlich versuchen, unsere Gegner auch im Kopfballspiel gut zu bearbeiten und da kann es nie schaden, einen Spieler wie Martin zu haben. Aber insgesamt geht es darum, unsere Stärken umzusetzen und unsere Schwächen abzustellen. Aber wir werden nie perfekt sein. Das geht nicht."

Von diesen Klubs holte Borussia die meisten Spieler

… Systeme: "Wir sollten uns von Systemen lösen. Die Grundordnung ist nur eine Orientierung. Es variiert doch ständig, es ist alles flexibel. Es geht mehr um die Art und Weise, wie wir spielen wollen, mit und gegen den Ball. Wir werden mal mit Dreierkette oder Viererkette spielen, mal mit zwei, drei oder vier Mittelfeldspielern, es wird sich immer variieren und verändern. Wichtig ist, dass die Spieler verstehen, wie wir Fußball spielen wollen."

… den neuen Offensivmann Jonas Hofmann: "Er ist ein sehr guter Fußballer und passt gut in unser Anforderungsprofil. Er kann über beide Außenpositionen kommen und auch aus dem Zentrum heraus als hängende Spitze. Er ist ein guter Techniker und durch Jürgen Klopp auch gut geschult in Sachen Gegenpressing. Zudem ist er noch jung und freut sich darauf, richtig Gas zu geben."

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