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Borussia Mönchengladbach
Traoré: "Rap hat mich schon immer fasziniert"

Fotos: Traoré trifft in Robben-Manier
Fotos: Traoré trifft in Robben-Manier FOTO: Dirk Päffgen
Rottach-Egern. Ibrahima "Ibo" Traoré berichtet exklusiv für unsere Leser über seine Tage in Borussias Trainingslager.

Bonjour, Gladbach! Ich habe ja schon darüber geschrieben, dass Thorgan Hazard und ich in unserer Trainingslager-WG viel Musik hören, vor allem französischen Rap. Musik hat eine große Bedeutung für mich. Ich glaube, dass sie für alle Menschen auf irgendeine Weise wichtig ist. Das Tolle ist, dass es zu jedem Gefühl einen Song gibt. Die Musiker schaffen es, unsere Stimmungen zu beschreiben und zu besingen. Darum sind Musiker für mich große Künstler.

Natürlich gibt es verschiedene Geschmäcker - und jeder hat einen Grund, warum er diese oder jene Musik gut findet. Der Rap ist Musik, die von der Straße kommt, die erzählt, was auf der Straße passiert. Man muss die Texte genau hören, da steckt immer sehr viel drin. Damit kann ich mich identifizieren. Ich bin mit dieser Musik aufgewachsen und habe Freunde, die in Frankreich sehr bekannte Rapper sind. Manchmal bin ich mit den Jungs im Studio und schaue mir an, wie sie rappen.

Es ist beeindruckend, wie sie auf ihre Verse kommen und manchmal einfach drauflos rappen. Wenn man dann sieht, dass es drei, vier Monate später ein großer Hit ist - das ist Wahnsinn. Rap ist ja oft auch Improvisation, das ist besonders cool. Da ist so viel Kreativität dabei. Es ist wie beim Fußball. Darum finde ich, dass auch Fußball eine Kunst ist, was viele ja nicht so sehen.

Ich habe leider kein Talent als Musiker. Ich hätte es gern, und wenn ich es hätte, wäre ich vielleicht auch Musiker geworden. Man schreibt dann ja auch seine eigenen Songs, und jeder Song ist wie ein kleiner Roman mitten aus dem Leben. Ich mag ja die Schriftstellerei - es hat viel davon.

Es gibt auch Musik, die mir nicht viel sagt. Hard Rock habe ich nur selten gehört. Aber es gab auch Phasen, in denen ich Rockmusik gehört habe, wie die Red Hot Chili Peppers oder Coldplay. Und mit meinem Vater hatte ich eine Phase, in der wir viel Soul gehört haben, Aretha Franklin zum Beispiel. Als ich angefangen, rauszugehen, habe ich in den Klubs Elektromusik gehört, die höre ich in Klubs manchmal auch noch gern. Aber hauptsächlich war es immer Rap, der mit fasziniert hat.

Zum Geburtstag habe ich mal einen Plattenspieler von einem Freund bekommen. Ein Kumpel, der ein guter DJ in Frankreich ist, wollte mir das Scratchen ein bisschen beibringen. Leider haben wir im Moment nur wenig Zeit dafür. Aber ich will es noch lernen. Dann gibt es vielleicht mal eine Kostprobe davon. Letztes Jahr im Trainingslager habe ich ja für das Team gerappt - das kam bei den Jungs gut an.

Gruss, Ibo.

Quelle: RP
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