| 17.15 Uhr

Borussias Grifo im Interview
"Der Trainer weiß, was er von mir bekommt"

Vincenzo Grifo: "Der Trainer weiß, was er von mir bekommt"
Vincenzo Grifo (links) durfte nach vier Wochen mal wieder von Beginn an ran. FOTO: dpa, pst nic
Wolfsburg. Vincenzo Grifo konnte an seine Glanzleistung von Hoffenheim nicht anknüpfen, zählte beim 0:3 in Wolfsburg aber noch zu den aktiveren Borussen. Das sagte er nach dem Spiel. Von Karsten Kellermann

Wäre Koen Casteels nicht 197 Zentimeter lang, wer weiß, wie die Geschichte des Spiels der Borussen gelaufen wäre in Wolfsburg. Vielleicht hätte der belgische Torwart der "Wölfe" dann den Schnibbel-Freistoß von Vincenzo Grifo nicht erwischt und damit den Ausgleich der Gladbacher verhindert.

Doch Casteels ist nun mal so lang wie er ist, und hielt den Ball – wie auch den zweiten Schuss, den Grifo abgab. Borussias Italiener war beim letztendlichen 0:3 neben Thorgan Hazard der produktivste Gladbacher Angreifer in Wolfsburg – doch er war bei seiner Startelf-Rückkehr zwei Partien im Ergänzungsspieler-Modus ebenso glücklos wie Hazard. Dessen Einschuss nach Grifos Flanke passierte aus minimaler Abseitsposition. Grundsätzlich war Grifo ein offensiver Aktivposten in Wolfsburg.

Herr Grifo, Sie sind beim 0:3 in Wolfsburg wieder ins Team gekommen und hatten auch einige gute Aktionen in Richtung Wolfsburger Tor. Unter anderem fehlte beim Freistoß, den Koen Casteels stark parierte, das Schussglück.

Grifo Ja, das war etwas schade. Aber wir haben als Team die ersten 20, 25 Minuten verschlafen. Danach hatten wir das Spiel im Griff, haben alles probiert und hatten auch Torgelegenheiten, unter anderem meine Schüsse. Zweimal war der Ball ja auch im Tor – aber leider war es Abseits. Nach der Pause hat Wolfsburg sehr defensiv gestanden und auf Konter gespielt. Sie haben gelauert, wir haben das Spiel gemacht, hatten auch gute Aktionen. Wenn wir das Anschlusstor geschafft hätten, wären wir sicher auch nochmal zurückgekommen.

Nach den beiden ersten Gegentoren gab es auch gute Chancen.

Grifo Stimmt. Meinen Freistoß und einen Kopfball von Jannik Verstergaard. Da wäre das Spiel zu kippen gewesen. Aber wir haben den Anschlusstreffer nicht geschafft. Nach dem 0:3 war es dann schwierig.

Trotz der sehr offensiven Ausrichtung nach der Einwechslung von Michael Cuisance gab es recht wenige Wolfsburger Konter.

Grifo Es war ja auch so, dass wir nochmal alles nach vorn werfen wollten, um den Anschlusstreffer zu schaffen. Wir hatten viel Ballbesitz, haben den Ball gut laufen lassen – aber vorn es hat dann die letzte Konsequenz gefehlt, der letzte Pass, der letzte Abschluss.

Haben Sie sich für weitere Startelf-Teilnahmen empfehlen können?

Grifo Das müssen Sie den Trainer fragen. Ich habe mich gut gefühlt. Und ich denke, ich habe gezeigt, wie ich dem Team helfen kann. Der Trainer weiß, wie mein Spiel ist und was er von mir bekommt. Ich hoffe natürlich, dass ich mich in den nächsten Spielen wieder zeigen kann. Trotz der Niederlage tat es gut, mal wieder auf dem Platz zu stehen. Ich versuche, mich jeden Tag im Training zu empfehlen, ob ich dann gegen Schalke wieder ran darf – wir werden sehen.

 
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