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Fortuna Düsseldorf
Taylan Duman: Selbstbewusstes Talent

Porträt in Bildern: Das ist Taylan Duman
Porträt in Bildern: Das ist Taylan Duman FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Taylan Duman zeichnet großer Ehrgeiz aus. Der Jungprofi der Fortuna arbeitet hart für seine Chance im Kader des Zweitligisten. Von Tobias Dinkelborg

Taylan Duman ist gut drauf, das merkt man sofort. Er macht einen glücklichen Eindruck, wirkt zufrieden. Weiter verwunderlich ist das nicht. Denn momentan läuft alles genau nach Plan. Im vergangenen Oktober hatte Fortuna das 18-jährige Eigengewächs mit einem Profivertrag ausgestattet. Die Düsseldorfer bauen auf Duman und signalisieren das deutlich. Ihm tut es sichtlich gut. "Ich spüre dieses Vertrauen, das mir der Verein entgegenbringt", sagt er. Selbstbewusst und bodenständig.

Doch genau so geht der Youngster durchs Leben. Fokussiert, konzentriert, sein Ziel immer vor Augen. Duman weiß, worauf es ankommt. "Ich erhoffe mir eine Weiterentwicklung und möchte natürlich meine Einsätze bekommen", erzählt er. "Aber ich bin mir auch im Klaren darüber, dass die Konkurrenz auf meiner Position groß ist. Und heutzutage zählen nur noch Statistiken." In der Tat wäre es bemerkenswert, sollte der 18-Jährige auf Anhieb den Sprung in die Startelf schaffen. Denn die Alternativen im zentralen Mittelfeld sind beachtlich. An gestandenen Zweitliga-Größen wie Oliver Fink und Adam Bodzek führt wohl (erst einmal) kein Weg vorbei. Als wirkliche Rivalen sieht der Jungspund seine erfahrenen Teamkameraden ohnehin nicht, sondern als Vorbilder.

Das ist der Kader von Fortuna Düsseldorf FOTO: Falk Janning

"Ich bekomme viele Tipps von ihnen", verrät er. "Besonders Axel Bellinghausen und Alexander Madlung helfen mir, aber auch Lukas Schmitz." Die nötige Spielpraxis wird er vermutlich zunächst über Einsätze in der Regionalliga-Mannschaft erhalten. Einen Rückschritt sieht Duman darin keineswegs, vielmehr eine Chance. "Nicht jeder ist wie Julian Weigl oder Joshua Kimmich. Auch in der zweiten Mannschaft kann man sich gut entwickeln, zumal die Regionalliga eine sehr starke Spielklasse ist", betont er. Diese Worte spricht er ganz nüchtern und realistisch. Gespielt wirkt das keineswegs. Ehrlich und aufrichtig kommt der gebürtige Moerser daher. Das Klagen kennt er nicht. Dabei könnte man ihm das nicht einmal verübeln.

Schon vor knapp einem Jahr standen Duman die Türen von Fortunas Profimannschaft weit offen. Eine Verletzung warf ihn jedoch zurück. "Das war sehr ärgerlich, weil ich denke, dass ich sonst schon in der zweiten Liga zum Einsatz gekommen wäre", erklärt er rückblickend. So blieb es in der vergangenen Saison bei 20 Spielen in der A-Junioren-Bundesliga und einer Partie in der Regionalliga West sowie vier Toren und fünf Vorlagen. Eine Quote, die Duman unbedingt aufhübschen will. "Meine Stärken liegen im Passspiel. Außerdem glaube ich, dass ich ein gutes Auge habe und Spielsituationen erkennen kann", skizziert er. "Aber ich möchte ganz klar mehr vollstrecken, mehr Treffer erzielen."

Der 18-Jährige betrachtet sich sehr selbstkritisch. "Mein Ziel ist es, so komplett wie möglich zu werden. Daran muss ich arbeiten", urteilt er. "In der Vergangenheit war es immer so, dass sich gute und schlechte Spiele fast abgewechselt haben."

Im ganzen Fußballstress ist auch die Schule nicht ganz untergegangen, wenngleich doch etwas zu kurz gekommen. Das jedenfalls sieht der Youngster selbst so: "Ich habe ein ordentliches Abitur gemacht. Es hätte aber auch besser sein können." Sein Zeit investierte er mehr ins Erfüllen seines Profitraums. Allerdings denkt Duman schon jetzt an die Zeit nach seiner Karriere. "Im Oktober beginne ich ein Studium im Bereich des International-Sportmanagements", erklärt er. Bis dahin kann aber noch viel passieren. Nun steht zunächst einmal die Vorbereitung auf die anstehende Saison im Fokus. Vermutlich ist es das, was Duman so glücklich macht.

Quelle: RP
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