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Fortuna Düsseldorf
Fortuna II verliert in der Nachspielzeit zwei Punkte

Fortuna Düsseldorf: Fortuna II verliert in der Nachspielzeit zwei Punkte
Taskin Aksoy, Trainer der Fortuna-Reserve. FOTO: falk janning
Düsseldorf. Der Fußball-Regionalligist spielt gegen den Wuppertaler SV stark auf und kassiert trotzdem noch den 2:2-Ausgleich.

Derbys schreiben mitunter ihre ganz eigenen Geschichten. Und auch die Partie zwischen Fortunas U23 und dem Wuppertaler SV lieferte genug Stoff für hitzige Stammtischdiskussionen. Aus Düsseldorfer Sicht war es ein Drama in drei Akten, an deren Ende sich die Gäste noch über einen glücklichen Punktgewinn freuen durften. Aber der Reihe nach:

Im ersten Akt überraschte Fortunas Trainer Taskin Aksoy mit einer taktischen Umstellung; statt des gewohnten 4-4-2 mit zwei Außenspielern, agierte der Fußballlehrer im Mittelfeld mit einer Raute. "Wir wollten im Zentrum Überzahl schaffen", erklärte Aksoy. "Wir haben mit Taylan Duman einen zentralen und zweikampfstarken Spieler von oben runterbekommen, der sich mit Kaan Akca in einer guten Form befindet. Von daher hat sich das einfach angeboten." Jedenfalls erwies sich das Experiment im Nachhinein als Glücksgriff. Denn von Beginn an strahlte die "Zwote" im Zentrum eine enorme Präsenz und Ballsicherheit aus. Während Lewis Biade und Duman unentwegt Räume zuliefen, führten Hendrik Lohmar und Akca in der Offensive mit Spielwitz Regie. Auch Mike van Duinen präsentierte sich im Angriff als unermüdlicher Arbeiter und legte immer wieder die Bälle gekonnt für seine Mitspieler ab. Einzig ein Tor aus dem Spiel heraus wollte zunächst nicht gelingen. Das besorgte Leander Goralski kurz vor der Pause per Kopf - nach einem Eckball.

Der zweite Akt ähnelte unterdessen dem ersten - mit dem Unterschied, dass der WSV in der Defensive nicht mehr so kompakt stand wie noch in der ersten Hälfte. Allerdings konnten die Hausherren daraus nur wenig Kapital schlagen und profitierten sogar von einem Eigentor von Kai Schwertfeger (70.). Dass den Wuppertalern kurz darauf ein unnötiger, aber berechtigter Handelfmeter zugesprochen wurde, kündigte bereits den dramatischen Schlussakt in der Nachspielzeit an.

Dort überschlugen sich die Ereignisse, als Ercan Aydogmus mit der letzten Aktion das 2:2 erzielte. Wenige Sekunden davor wollten die Fortunen ein Foulspiel an ihrem Keeper Michael Kampmann gesehen haben. Bei genauerem Hinsehen offenbarte sich jedoch das Gegenteil, so dass sich der Ärger über Schiedsrichter Florian Heien letztlich umsonst entlud. Was bleibt, ist eine Anekdote für die Derby-Geschichtsbücher. Die Düsseldorfer hätten gut und gerne darauf verzichtet.

(lonn)
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