Gaza-Streifen
Gaza/Tel Aviv

Hamas lobt tödlichen Anschlag auf Israelis

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat einen Anschlag mit drei toten Israelis im besetzten Westjordanland begrüßt. "Das Verhältnis zu der Besatzungsmacht (Israel) ist ein Verhältnis des bewaffneten Widerstandes", sagte ein Hamas-Sprecher gestern. Der Angriff sei eine Reaktion auf die "Besatzungsmaßnahmen" in Jerusalem und gegen die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg. Ein palästinensischer Attentäter hatte am Morgen drei Israelis erschossen. Der Mann habe das Feuer auf Wachleute am Eingang einer Siedlung nahe Jerusalem eröffnet, wie die israelische Polizei mitteilte. Zwei Wachleute und ein Polizist wurden getötet. Sicherheitskräfte erschossen den Attentäter. mehr

Gaza/Tel Aviv

Hamas will Gaza-Verwaltung an Abbas abgeben

Zehn Jahre nach der gewaltsamen Machtübernahme im Gazastreifen hat sich die Hamas bereit erklärt, die Verwaltung des blockierten Küstenstreifens am Mittelmeer abzugeben. Die radikal-islamische Palästinenserorganisation teilte gestern mit, sie lade die Regierung des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas im Westjordanland dazu ein, "in den Gazastreifen zu kommen und ihre Aufgaben sofort zu übernehmen". Die rivalisierende Fatah von Abbas reagierte vorsichtig auf das Versöhnungsangebot. mehr

Straßburg

Gaza-Reportage: Arte weist Kritik von Zentralrat zurück

Arte weist die Kritik des Zentralrats der Juden an einer Reportage über den Gaza-Streifen zurück. Den Eindruck, Israel werde in der Sendung "Gaza: Ist das ein Leben?" für den Konflikt verantwortlich gemacht, könne der Sender nicht nachvollziehen, teilte Arte am Dienstagabend mit. Reportagen setzten sich bewusst mit den Lebensumständen der Protagonisten auseinander und nähmen deren Perspektive ein. So auch der kritisierte Beitrag. Zentralratspräsident Josef Schuster hatte den Film am Dienstag als "einseitig" kritisiert: Die Reportage unterschlage "wesentliche Informationen". mehr