Teldafax
Bonn

Wende im Prozess um Teldafax: nur Milde Strafen

Der Strafprozess gegen drei Ex-Vorstände des insolventen Billigstromanbieters Teldafax könnte für die Angeklagten mit Bewährungsstrafen enden. In Gesprächen zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung sei die Strafkammer zur vorläufigen Einschätzung gekommen, die Anklagepunkte Betrug und Bankrotthandlung fallen zu lassen, erläuterte das Gericht. Damit ist eine Teileinstellung des Verfahrens möglich, so dass Strafen von ein bis maximal zwei Jahren möglich seien, die für alle Angeklagten zur Bewährung ausgesetzt werden könnten. Die Pleite war eine der größten Firmenzusammenbrüche mit 500.000 Geschädigten. Teldafax finanzierte günstigen Strom stets mit Vorauszahlungen der unvorsichtigen Kunden. Das Schnellballsystem führte in den Ruin. mehr

Leverkusen

Teldafax-Kunden hoffen auf Rückerstattung

Kunden des vor vier Jahren pleite gegangenen Billigstrom-Anbieters Teldafax können offenbar auf die Rückerstattung von Vorauszahlungen hoffen. Seit der Insolvenz des Unternehmens habe er inzwischen 214 Millionen Euro von Großgläubigern eingesammelt, bestätigte Insolvenzverwalter Biner Bähr gestern dem "Handelsblatt". Dazu kämen rund 40 Millionen Euro Zinsen. Allein der Fiskus habe 100 Millionen Euro gezahlt, der Netzbetreiber 50Hertz 43 Millionen und die von Teldafax gesponserte Werkself 13 Millionen, zitiert die Deutsche Presseagentur das Blatt. mehr

Köln

Bayer Leverkusen zahlt wegen Teldafax 13 Millionen

Bayer Leverkusen hat einem Vergleichsvorschlag des Oberlandesgerichtes Köln zugestimmt und wird rund 13 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter seines ehemaligen Hauptsponsors Teldafax zurückzahlen. Das teilte der Fußball-Bundesligist gestern auf seiner Internetseite mit. Damit sei ein mehrjähriger Rechtsstreit mit dem Insolvenzverwalter der Teldafax-Gesellschaften beendet. Das Gericht habe die Einigung bestätigt, aber keine Angaben zur Höhe der Summe, schrieb das "Handelsblatt" zuvor. mehr

Bonn

Teldafax-Manager räumt vor Gericht Fehler ein

Im Strafprozess um die Teldafax-Pleite hat einer der drei angeklagten Vorstände Fehler eingeräumt. Es sei richtig, dass die Buchführung seit Herbst 2010 nicht mehr ordnungsgemäß geführt wurde. "Hierfür übernehme ich die Verantwortung", sagte der letzte Teldafax-Chef Gernot Koch vor Landgericht Bonn. Es täte ihm leid, dass Kunden geschädigt wurden und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren hätten. Koch muss sich wegen des Vorwurfs der Untreue, Insolvenzverschleppung und Bankrotthandlungen verantworten. Das Gericht hatte Koch vor dem Prozess in Aussicht gestellt, bei einem Geständnis mit einer Bewährungsstrafe davon zu kommen. mehr