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Zuwachs
Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2017

Bundesregierung rechnet für 2017 mit schwächerem Wirtschaftswachstum
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. FOTO: ap
Berlin. Die Bundesregierung rechnet für das kommende Jahr mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum. Sie hat ihre Prognose wie zuvor schon mehrere Ökonomen nach unten korrigiert.

Die deutsche Wirtschaft wächst nach Einschätzung der Bundesregierung in diesem Jahr um voraussichtlich 1,7 Prozent. Für 2017 wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent gerechnet, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Frühjahrsprojektion hervorgeht. Die Bundesregierung hält damit an ihren im Januar vorgelegten Prognosen für die Jahre 2016 und 2017 fest.

"Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft wird sich in diesem und im kommenden Jahr fortsetzen", erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). "Die Beschäftigung steigt kräftig und sorgt bei spürbaren Lohnsteigerungen und stabilen Preisen dafür, dass die Menschen in Deutschland von der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung profitieren."

Frühjahrsprojektion ist Grundlage für Steuerschätzung

Laut Frühjahrsprojektion steigen die Nettolöhne und -gehälter in diesem Jahr um 2,6 Prozent, im nächsten Jahr um 2,2 Prozent. Auch der moderate Anstieg der Verbraucherpreise von 0,5 Prozent in diesem Jahr und 1,7 Prozent im nächsten Jahr sorge dafür, dass die Kaufkraft deutlich steige.

Die Bundesregierung geht deshalb davon aus, dass die privaten Haushalte allein in diesem Jahr 2,0 Prozent mehr konsumieren als im Vorjahr. In der vergangenen Woche hatten bereits die führenden Wirtschaftsinstitute ihre Prognose vorgelegt. Sie gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr mit 1,6 Prozent etwas schwächer zulegt als 2015, als sie ein Plus von 1,7 Prozent verbuchte.

Die Institute rechnen wie Gabriel für 2017 mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung ist Grundlage für die Steuerschätzung Anfang Mai. Sie dient der Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen. 

(jado/dpa)
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